Fastenzeit-Online-Exerzitien für Katecheten in Deutschland und Skandinavien
29. März 2026
Am 25. und 26. März 2026, am Vorabend und am Tag des Hochfestes der Verkündigung des Herrn, fanden zweitägige Fastenzeit-Online-Exerzitien für die Katecheten des Apostolischen Exarchats für Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien statt.

Maria – die erste Katechetin
Der erste Tag der Exerzitien entfaltete sich im Licht des Festes der Verkündigung. Pater Vasyl Tykhovych stellte die Allerheiligste Gottesgebärerin als Vorbild für jeden Katecheten vor: „Maria hört nicht nur das Wort Gottes, sondern nimmt es mit ganzem Herzen an und trägt es zu anderen hin. Sie verkündet nicht viele Worte – aber sie bringt Jesus selbst mit sich.“
Der Exerzitienmeister betonte: „Maria begleitet und führt zu Christus, bleibt ihm treu bis unter das Kreuz – nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, aber stets dabei, dort, wo es am wichtigsten ist. Dieses Bild wurde zum Leitfaden für die Betrachtung über die Berufung des Katecheten: Gott wirkt durch die Schwachheit des Menschen, und der Katechet ist derjenige, der Gott erlaubt, durch ihn zu wirken. Maria erweist sich als Mutter der Katecheten und Evangelisatoren.“
Geistliche Erschöpfung im Dienst
Der zweite Tag widmete sich einem Thema, das selten offen angesprochen wird: der Erschöpfung, den Zweifeln und dem Ausbleiben sichtbarer Früchte im katechetischen Dienst. Der Priester lud die Teilnehmer ein, in die Tiefe zu schauen: Warum dienen wir – und was geschieht mit unserem Glauben, wenn Antworten ausbleiben?
„Geistliche Erschöpfung kann eine Läuterung des Glaubens sein. Wenn zu Beginn des Dienstes Ergebnisse und Dankbarkeit begeistern, zeigt sich die wahre Liebe in dem Moment, in dem man weiterdient, ohne sichtbare Freude. So auch das Gebet – manchmal besteht das tiefste Gebet einfach darin, vor Gott zu sein. Gott wirkt, auch wenn wir keine Früchte sehen.“
So versicherte Pater Vasyl den Teilnehmenden.