Ausstellung „Unissued Diplomas“ erstmals in Island gezeigt
28. Februar 2026
Vom 23. bis 26. Februar 2026 fand an der Universität Island in Reykjavík erstmals in Island die Ausstellung des internationalen Projekts „Nicht ausgestellte Diplome“ statt. Das Projekt erzählt die Geschichten von 40 ukrainischen Studierenden, deren Leben durch Russland ausgelöscht wurde.

„Unissued Diplomas“ ist eine internationale Initiative, die 2023 von ukrainischen Studierenden ins Leben gerufen wurde. Seitdem wurde das Projekt an mehr als 300 Universitäten und Institutionen in 40 Ländern weltweit präsentiert. In diesem Jahr machte die Ausstellung erstmals Station in Island.
Die Ausstellung umfasst 40 symbolische „nicht ausgestellte Diplome“ – jedes einzelne ist einer Studentin oder einem Studenten gewidmet, die ihr Abschlussdokument niemals erhalten werden. Hinter jedem Diplom steht eine persönliche Geschichte: Träume, Interessen und Zukunftspläne, die durch den Krieg brutal beendet wurden. Das Format der Ausstellung verbindet akademische Symbolik mit einer tief menschlichen Dimension des Verlustes und erinnert an das Ausmaß der Tragödie sowie an den hohen Preis, den die ukrainische Jugend zahlt.
Ziel der Initiative ist es, das Andenken an die gefallenen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu ehren und die internationale Gemeinschaft darauf aufmerksam zu machen, dass Freiheit und Unabhängigkeit einen hohen Preis haben. Die Organisatorinnen und Organisatoren betonen: Diese Diplome sind nicht nur ein Symbol unterbrochener Bildungswege, sondern auch ein Zeugnis abgebrochener Leben und unerfüllter Möglichkeiten.
An der Universität Island wurde die Ausstellung von Darina Sawhorodnja organisiert – einer der Mitbegründerinnen des Projekts. Dank ihrer Initiative und der Unterstützung der Universitätsgemeinschaft erhielten isländische Studierende und Lehrende die Möglichkeit, sich mit den Geschichten der ukrainischen Jugend vertraut zu machen und ihre Solidarität mit der Ukraine zum Ausdruck zu bringen.
Bei der Eröffnung der Veranstaltung war zudem der Seelsorger der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Pfr. Mychailo Ivaniak, Redemptorist, anwesend, der die Initiative mit einem Gebet und Worten des Gedenkens an die Verstorbenen unterstützte.


