Bischof Dr. Bohdan nahm am „Kreuzweg der Völker" in München teil
3. April 2026
Am 3. April 2026, am Karfreitag, nahm der Apostolische Exarch für die Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh, gemeinsam mit dem Generalvikar der Erzdiözese München, Christoph Klingan, am traditionellen „Kreuzweg der Völker" teil — einer der größten Straßenprozessionen der Heiligen Woche in Bayern.

Die Prozession begann in der Jesuitenkirche St. Michael und führte durch die Straßen der Münchner Altstadt zum Marienplatz, wo Christen aus vielen Ländern und Völkern zusammenkamen.
Der „Kreuzweg der Völker" zeichnet sich dadurch aus, dass jede der vierzehn Stationen von einer anderen nationalen oder sprachlichen Gemeinschaft der in München ansässigen Katholiken gestaltet wird. In diesem Jahr nahmen Gemeinschaften aus aller Welt an der Gebetsprozession teil: die Marianische Männerkongregation, Vertreter der italienischen Gemeinde, englischsprachige Christen, die kroatische Gemeinde, die slowakische Gemeinde, Vertreter der vietnamesischen Gemeinde, die ukrainische Gemeinde, die polnische Gemeinde, Christen aus Afrika, die ungarische Gemeinde, spanischsprachige Christen, chaldäische Christen, portugiesischsprachige Christen sowie syrisch-arabische Christen.
Die siebte Station — „Jesus fällt zum zweiten Mal unter das Kreuz" — wurde von der ukrainischen Gemeinde München gestaltet. Das Gebet über Psalm 31 und die Betrachtung über das Leiden, das den Sinn aufopfernder Liebe gewinnen kann, sprachen im Kontext der russischen bewaffneten Aggression gegen die Ukraine mit besonderer Eindringlichkeit. Die Worte des Gebets „Herr, sei mir gnädig, denn ich bin in Not; vor Gram erlischt mein Auge, meine Seele und mein Leib" klingen wie ein Echo der täglichen Erfahrungen eines leidenden, doch im Glauben ungebrochenen Volkes. Die Frage, ob dieses „einsame Leiden sinnlos" sei oder einen „verborgenen heilsamen Sinn" habe, findet ihre Antwort in der Entschlossenheit Christi, weiterzugehen — so wie auch die Ukrainer ihr Kreuz weiterhin tragen, für ihre Nächsten und für die Zukunft.
Und so erwächst in diesem gemeinsamen Gebet Hoffnung: Wenn der Mensch seinen Schmerz mit Christus vereint und ihn für andere darbringt, kann selbst das schwerste Leiden „in seinem tiefsten Wesen überwunden" werden, und das Rufen „Befreie uns, Herr" wird zum Schrei des Herzens und zugleich zum Akt des Vertrauens.
Am Marienplatz, wo die Prozession traditionsgemäß endet, empfing der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, die Teilnehmer. In seinem Wort wandte er sich persönlich an den Apostolischen Exarchen Bischof Dr. Bohdan und versicherte ihm seine brüderliche Unterstützung.










































