„Bewahren wir unseren Glauben“ – Bischof Dr. Bohdan feierte die Bischöfliche Liturgie und ein Ostermahl für Ukrainer in München
6. April 2026
Am 6. April 2026 besuchte Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh die Ukrainer, denen die deutsche Pfarrgemeinde Allerheiligen in München humanitäre Hilfe leistet. Der Apostolische Exarch feierte die Bischöfliche Göttliche Liturgie, an die sich ein gemeinsames Ostermahl anschloss. Die Veranstaltung versammelte Dutzende Ukrainer – darunter viele, die wegen des Krieges in Bayern Zuflucht gefunden haben.

„Er versammelt uns hier. Er zeigt in uns seine Liebe, seine Gegenwart, seine Kraft. Für Ihn sind wir hier“, sagte Bischof Dr. Bohdan.
Ostern im Herzen der Fremde
Die Pfarrei Allerheiligen ist seit längerer Zeit ein Zentrum humanitärer Unterstützung für Ukrainer in München und ermöglicht Priestern der Kathedrale Mariä Schutz, dort Liturgien für Ukrainer zu feiern, die kriegsbedingt ihre Heimat verlassen mussten. Der Besuch von Bischof Dr. Bohdan verlieh dem Ganzen eine besondere geistliche Dimension: Die österliche Begegnung mit dem Bischof war eine Erinnerung daran, dass hinter der materiellen Rettung etwas unermesslich Größeres steht.
„Dort, wo wir nur körperliche Rettung und materielle Hilfe zu finden glaubten, will Gott uns etwas Größeres geben. Er will uns sich selbst geben“, sprach der Bischof.
Hoffnung inmitten des Karfreitags eines Volkes
In seiner Ansprache an die Gläubigen ließ der Hierarch den Schmerz nicht unberührt, der im Herzen jedes vertriebenen Ukrainers lebt. Er rief dazu auf, die Hoffnung nicht zu verlieren – auch wenn die Dunkelheit des Krieges die Heimat umhüllt.
„So wie auf den Karfreitag unseres Herrn Ostern folgte, so wird auf den Karfreitag unseres Leidens unweigerlich die Morgendämmerung der Auferstehung folgen, die Morgendämmerung eines neuen Lebens“, versicherte Bischof Dr. Bohdan den Menschen.
Einheit im Glauben – jenseits aller Grenzen
Einen besonderen Akzent setzte der Apostolische Exarch auf die Einheit der christlichen Familie. Der Gottesdienst, so betonte er, sei kein Anhängsel der humanitären Hilfe, sondern der Kern des Glaubens und der Sinn des Daseins. Und so rief Bischof Dr. Bohdan dazu auf, die Hand des auferstandenen Christus zu ergreifen:
„So oft haben unsere Feinde versucht, uns zu vernichten – und konnten es nicht, denn der auferstandene Christus führt uns. Er ist unsere Kraft und unsere Hoffnung“, sagte der Bischof.









