Bischof Dr. Bohdan vollzog die Fußwaschung der Priester
2. April 2026
Am Gründonnerstag, dem 2. April 2026, vollzog Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh in der Kathedrale Mariä Schutz in München die Fußwaschung der Priester des Apostolischen Exarchats.

Der Gründonnerstag ist der Tag, an dem die Kirche der Einsetzung der Heiligen Eucharistie und des Weihesakraments gedenkt. Die Fußwaschung, mit der Bischof Dr. Bohdan seine Priester ehrte, wurde zu einer lebendigen ikonografischen Darstellung der evangeliumsgemäßen Handlung Jesu beim Letzten Abendmahl.
Ein Tag der Dankbarkeit für die Gabe des Priestertums
In seiner Predigt verweilte der Bischof beim Geheimnis der beiden Gaben, die die Kirche an diesem Tag feiert: der Eucharistie und des Priestertums. Der Hierarch lenkte den Blick der Gläubigen auf die Ikonen des Ikonostase – das Bild des Einzugs des Herrn in Jerusalem und die Ikone der Höllenfahrt – als Bilder des gesamten österlichen Triduums.
Der Apostolische Exarch betonte, dass die Berufung des Priesters nicht darin besteht, die Menschen zu sich zu ziehen, sondern sie zu Christus zu führen – sie „an der Hand zu nehmen und zu Jesus zu geleiten“. Die Ikone der Höllenfahrt, auf der Christus seine Hand zum gefallenen Adam ausstreckt, wurde für ihn zum Schlüsselbild des priesterlichen Dienstes.
„Jedes Mal, wenn wir einen Menschen aus dem Abgrund der Sünde herausziehen, vollendet sich das Wunder der Auferstehung. Der Herr streckt durch unsere Hände heute seine Rechte zum gefallenen Adam aus. Und das ist wahre Herrlichkeit – denn sie vergeht nicht so schnell. Es ist ewige, göttliche Herrlichkeit“, betonte der Bischof.
Das Kreuz – Werkzeug der göttlichen Kraft
Gesondert reflektierte Bischof Dr. Bohdan über das Bild des Kreuzes im Leben des Priesters. Der Weg von der menschlichen zur göttlichen Herrlichkeit, so betonte er, sei ohne Golgota nicht möglich. Nicht auf einem Umweg, sondern durch das eigene Kreuz – „Krankheit, Probleme, Krisen, Niederlagen, Leiden, priesterliche Pflichten“ – schenkt der Herr den Menschen das Heil.
„Fürchten wir uns nicht vor dem Kreuz, fürchten wir uns nicht vor den Lasten unseres priesterlichen Dienstes. Denn in ihnen verbirgt sich die große göttliche Majestät. Das Kreuz in Christus ist die verborgene Quelle großer göttlicher Kraft“, sagte der Hierarch.
Die Fußwaschung: Zeichen der zärtlichen Gottesliebe
Der Apostolische Exarch richtete die Aufmerksamkeit der Seelsorger auch auf die Bedeutung der Fußwaschung Jesu an seinen Aposteln: „Wir predigen von der Liebe Jesu zur ganzen Welt und erinnern oft an die Liebe Jesu zu jedem von uns. Das betrifft auch jeden von uns, der hier anwesend ist. Aber ich möchte den Priestern ans Herz legen, dass der Ausdruck dieser Liebe die Fußwaschung ist“, sprach der Apostolische Exarch.
Am Ende seiner Predigt dankte Bischof Dr. Bohdan dem Klerus für den treuen Dienst, für die Liebe zum Volk Gottes und für die Zusammenarbeit.
„Der Herr erfülle heute euer Herz mit seiner Liebe. Diese Liebe möge alle Wunden reinigen und heilen, die wir in unseren Seelen tragen. Der Herr stärke uns durch seine Gnade, damit wir in unserem Dienst ihm ähnlich werden“, wünschte der Bischof seinen Priestern.






















































