Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh besuchte die ukrainische Gemeinde in Dortmund und würdigte den Dienst engagierter Gemeindemitglieder
10. März 2026
Am 8. März 2026 stattete der Hochwürdigste Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Dortmund einen pastoralen Besuch ab. Während der Bischöflichen Göttlichen Liturgie wandte sich der Bischof mit einer Predigt an die Gläubigen anlässlich des dritten Sonntags der Großen Fastenzeit – des Kreuzverehrungssonntags.

An diesem Tag betonte der Hierarch, dass das Kreuz ein Zeichen des Opfers, der Liebe und der Hoffnung sei, und rief die Gläubigen dazu auf, ihre Schwierigkeiten geduldig zu tragen und sie mit den Leiden Christi zu verbinden. Zugleich ermutigte er dazu, die Zeit der Großen Fastenzeit für Umkehr, Gebet und geistliche Erneuerung zu nutzen.
Über die Bedeutung des Kreuzes im Leben eines Christen nachdenkend, lud der Prediger die Gläubigen ein, sich eine wichtige Frage zu stellen: „Jeder von uns kann sich fragen: Was bedeutet das Kreuz für mich? Und was mache ich mit ihm?“
Der Bischof betonte, dass das Kreuz für die Gläubigen nicht nur ein Symbol des Leidens sei, sondern vor allem ein Zeichen der Liebe Gottes zum Menschen. Unter Bezugnahme auf die Worte des Evangeliums sagte er: „Das Kreuz ist ein Zeichen der Liebe, der Liebe Gottes. ‚Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.’“
Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh erklärte auch, warum die Kirche das Kreuz lebensspendend nennt:„Wir nennen das Kreuz nicht ein Werkzeug des Todes, sondern lebensspendend. Denn auf ihm hat der Sohn Gottes dem Tod den Tod zugefügt – der Sünde, dem Teufel und der Hölle.“
In seiner Predigt zog der Bischof auch eine Parallele zwischen dem Geheimnis der opfernden Liebe, die auf Golgota offenbart wurde, und den heutigen Ereignissen in der Ukraine. „Das Reich Gottes offenbart sich heute in der Ukraine an der Front. Dort, wo es scheint, dass Gewalt und Hass triumphieren, gerade dort zeigt der Herr die Gegenwart seines Reiches“, betonte der Apostolische Exarch.
Er unterstrich, dass das Kreuz nicht nur ein Zeichen der göttlichen Liebe ist, sondern auch eine Einladung an jeden Menschen, aus dieser Liebe zu leben: „Das Kreuz des Herrn ist eine Einladung, an diese Liebe zu glauben, zuzulassen, dass sie den Menschen erfüllt, heilt und verwandelt. Und dann wird der Herr durch den Menschen – so wie durch das Kreuz – die ganze Umgebung und die ganze Welt verwandeln.“
Zum Abschluss der Predigt rief der Bischof die Gläubigen dazu auf, ihre Herzen für die Gnade Gottes zu öffnen: „Der Schlüssel zum Reich Gottes ist das Kreuz des Herrn. Darum beten wir heute, dass wir das Geheimnis der Liebe Gottes annehmen und daraus leben, so wie alle Heiligen gelebt haben.“
Nach der Liturgie überreichte Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh Dankesurkunden an Personen und Organisationen, die durch ihren Einsatz und Dienst einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der ukrainischen Gemeinde in Dortmund geleistet haben.
Eine Dankesurkunde erhielt Frau Liubow Petryschyn für ihren langjährigen Dienst an der Gemeinde, ihre Initiative und die verantwortungsvolle Führung der finanziellen Angelegenheiten der Pfarrei seit deren Wiederbelebung im Jahr 2004. In der Urkunde heißt es: „Durch Ihre Hingabe, Opferbereitschaft und gewissenhafte Arbeit haben Sie zur Stärkung der Pfarrgemeinschaft beigetragen und ein gutes Beispiel des Dienstes an der Kirche und der ukrainischen Gemeinschaft gegeben.“
Auch die Mitglieder der Organisation „Blau-Gelbes Herz Dortmund e. V.“ wurden für ihre aktive Zusammenarbeit mit der ukrainischen Gemeinde und ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. In dem Dankeswort heißt es: „Wir danken Ihnen für Ihre Bemühungen, Brücken des Vertrauens, des gegenseitigen Verständnisses und der Zusammenarbeit zwischen dem ukrainischen und dem deutschen Volk zu bauen.“
Für ihren langjährigen Dienst als Chorleiterin der Pfarrei erhielt Frau Natalia Becher ebenfalls eine Urkunde. Ihr Dienst wurde mit folgenden Worten gewürdigt: „Durch Ihren inspirierten Dienst haben Sie den Gläubigen geholfen, die Schönheit des Gottesdienstes tiefer zu erleben und den Gebetsgeist der Pfarrgemeinschaft zu stärken.“
Besonderen Dank sprach der Bischof auch dem Mitrophor-Protopresbyter Myron Moltschko für seinen langjährigen pastoralen Dienst im Apostolischen Exarchat, insbesondere in den Gemeinden von Bielefeld, Dortmund, Osnabrück und anderen Städten, aus. In der Urkunde heißt es: „Ihr pastoraler Dienst ist für viele Menschen zu einer Quelle der Unterstützung, Inspiration und des Trostes geworden und zu einem lebendigen Zeugnis Ihrer Treue zu Christus, seiner Kirche und zum eigenen Volk.“








