Die Münchner Gemeinde gratuliert Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh zu seinen Jubiläen

23. März 2026

Am Sonntag, den 22. März 2026, wurde es in der Kathedrale Maria Schutz und St. Andreas in München besonders feierlich: Nach der bischöflichen Göttlichen Liturgie hat die ukrainische Gemeinde Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh herzlich zu mehreren Jubiläen gratuliert – 35 Jahre Priestertum, 20 Jahre als Bischof und 5 Jahre seit seiner Amtseinführung als Apostolischer Exarch.

Die Münchner Gemeinde gratuliert Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh zu seinen Jubiläen

Mitgefeiert haben Geistliche, Diplomaten, Gäste aus dem Ausland, Gemeindemitglieder, der Chor, Jugendliche, Kinder und auch die Pfadfinder.

Einheit in Christus – Worte eines Bischofs aus London

Zu den Ehrengästen gehörte auch Bischof Kenneth Novakivskyi aus London, der zugleich Apostolischer Visitator für die ukrainischen Griechisch-Katholiken in Irland und Nordirland ist.

In seiner Ansprache sprach er ganz offen darüber, worum es im bischöflichen Dienst wirklich geht – und dass es dabei um viel mehr geht als nur um äußere Zeichen:

Wenn jemand als Bischof beginnt, solche Dinge wie die Mitra zu tragen, merkt man schnell: Das ist eine große Verantwortung. Die Menschen schauen auf dich. Sie sehen die Mitra, die Panagia – alles. Aber sie wollen mehr sehen als nur das Äußere. Sie wollen spüren, dass ein Bischof die Menschen wirklich liebt.“


Er betonte auch, wie groß die Verantwortung von Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh ist – besonders als Mitglied der Ständigen Synode der UGKK, die sich gemeinsam mit dem Oberhaupt der Kirche um Gemeinden weltweit kümmert – von London bis nach Brasilien.

Zum Schluss sagte er einfach und herzlich: „Heute feiern wir diese 20 Jahre als Bischof – und seine Liebe zu den Menschen. Nicht nur hier in München, sondern auf der ganzen Welt.“

Dank aus der Erzdiözese München und Freising

Auch Monsignore Alexander Hoffmann, zuständig für die fremdsprachige Seelsorge in der Erzdiözese München und Freising, richtete ein Grußwort an den Jubilar.


Er brachte die große Wertschätzung der römisch-katholischen Kirche vor Ort zum Ausdruck – für einen Bischof, der seit fünf Jahren hier mitwirkt, Seite an Seite, in einer gemeinsamen Mission.

Besonders hob er hervor, was die Menschen an Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh schätzen: seine Nähe, Offenheit, Verlässlichkeit und seinen respektvollen Umgang mit den Menschen – gerade in dieser schweren Zeit für die Ukraine.

Seine Wünsche schloss er mit „Ad multos annos“ und „Mnohaja lita“ – also: auf viele gesegnete Jahre im Dienst.

Brücke zwischen Kulturen – Worte von Edigna Kellermann

Auch Edigna Kellermann, ehemalige Vorsitzende der Seligen-Edigna-Gesellschaft in Puch, gratulierte persönlich.

Sie bedankte sich besonders für zwei Initiativen, die eine echte Brücke zwischen der ukrainischen Gemeinschaft und Bayern schlagen:
– die organisierten Wallfahrten nach Puch, wo die Reliquien der seligen Edigna ruhen,
– und ein Künstler-Symposium, das ihrem Andenken gewidmet war.

Dank vom Generalkonsul der Ukraine

Der Generalkonsul der Ukraine in München, Jurii Nykytiuk, fand sehr persönliche Worte:

Es ist eine große Freude und Ehre, an Ihrer Seite zu sein und dieses Licht zu spüren. Ihre weisen Worte und Ihr Rat sind gerade jetzt, in dieser schweren Zeit für die Ukraine, unglaublich wichtig. Wie Sie die Menschen mit Wärme und Weisheit umgeben – das ist wirklich ein Geschenk Gottes.“

Er dankte ihm für Unterstützung, Vertrauen und die gute Zusammenarbeit von Anfang an.

Antwort von Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh: „Ich habe München nicht gewählt – München wurde mir geschenkt“

In seiner Antwort bedankte sich Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh für die Zusammenarbeit und sagte:

Wir wissen, dass wir nicht zum Ausruhen hier sind, sondern zum Dienen.“

Er ging auch auf die während der Feier gezeigten Fotos aus seinem Dienst ein:

Ich fand es schön, dass es kein Porträt war, sondern eine Reportage. Und ich war nie allein – ich war immer mit euch. Denn ein Bischof ist nur dann wirklich ein Hirte, wenn er mit seiner Gemeinschaft lebt.“

Über seine Berufung nach München sagte er:

Ich habe mir München nicht ausgesucht. München wurde mir geschenkt. Und ich habe es dankbar angenommen – auch wenn ich nicht wusste, was auf uns zukommt. Aber ich wusste: Gott ist mit uns. Und ich bin nie allein.

Gedanken an die Front

Ein besonders bewegender Moment war, als er an die ukrainischen Soldaten erinnerte:

Heute denken wir besonders an diejenigen, deren Dienst dem von Jesus am ähnlichsten ist. Sie geben sich selbst hin – dort an der Front, wo das unbezwingbare Kyjiw steht.

Er sprach auch von der Treue zur Mutterkirche – einer Kirche, die „blutet, aber ihrem Volk und Gott treu bleibt“.

Zum Abschluss bedankte er sich bei allen – von den Schwestern in der Residenz über die Priester bis hin zu den Gläubigen in allen sechs Ländern des Exarchats, besonders aber bei den Gemeindemitgliedern:

Ich bin so glücklich, euch zu haben. Gemeinsam beten wir, weinen wir, freuen wir uns – und glauben fest daran, dass die Ukraine siegen wird.

Kinder und Pfadfinder – das lebendige Herz der Gemeinde





Den Abschluss der Feier bildeten Glückwünsche von Kindern und Pfadfindern – der jungen Generation, die zeigt, dass Glaube, Identität und Liebe zur Heimat auch fern der Ukraine weiterleben.

Zum Schluss versicherte Pfarrer Volodymyr Viitovych im Namen der Gemeinde dem Bischof das Gebet und dankte ihm für seine väterliche Führung.