Hirtenbesuch in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest
22. Dezember 2025
Am Sonntag davor, dem 21. Dezember 2025, besuchte Bischof Bohdan die ukrainische Gemeinde in Darmstadt zu einem archipastoralen Besuch. Es war der erste Besuch eines Bischofs in der ukrainischen Pfarrgemeinschaft der Stadt und stellte für die Gläubigen kurz vor dem lichtvollen Fest der Geburt Christi ein besonderes geistliches Ereignis dar.

Während der Göttlichen Liturgie richtete der Bischof eine tiefgehende Predigt an die Gläubigen, in deren Mittelpunkt die Gestalt des heiligen Josef als Vorbild des Glaubens, des Vertrauens und der Mitarbeit mit der Gnade Gottes stand. In seiner Auslegung des Evangeliums betonte der Bischof, dass Weihnachten vor allem ein Geschenk Gottes ist, das jeder Mensch persönlich anzunehmen berufen ist: „Weihnachten ist das größte Geschenk Gottes für die ganze Menschheit. Ein Geschenk ist etwas Unverdientes, etwas, das – wie wir im alltäglichen Sprachgebrauch sagen – vom Himmel fällt’. Wir können nur mit Staunen und Dankbarkeit unsere Herzen zu Gott erheben und von Josef lernen, dieses unschätzbare, heilbringende Geschenk Gottes anzunehmen.“
Bischof Bohdan hob hervor, dass uns das Beispiel des heiligen Josef lehrt, keine Angst vor den Wegen Gottes zu haben, selbst dann, wenn sie die Grenzen menschlicher Logik überschreiten: „Gott sagt uns einerseits, wir sollen uns nicht fürchten, und ruft uns zugleich zum Vertrauen auf. Indem er uns von Angst und Sorge befreit, lädt er uns zum Handeln ein.“
Ein besonderer Akzent der Predigt lag auf der Erkenntnis, dass die wahre Vorbereitung auf Weihnachten nicht nur im Bewahren von Traditionen besteht, sondern in der Umkehr des Herzens, der Versöhnung mit Gott und der Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes: „Weihnachten betrifft mich persönlich. Gott richtet sein Wort an mich, er kommt in mein Leben, um mich zu einem Teilhaber seines göttlichen, ewigen Lebens zu machen.“
Nach dem Abschluss der Liturgie setzte sich die Freude des Festes mit einem Kinder-Vertep fort, in dem die jüngsten Gemeindemitglieder den neugeborenen Christus priesen. Zum Abschluss des Festes sang die gesamte Gemeinde gemeinsam Weihnachtslieder und schuf so eine warme Atmosphäre der Einheit, der Freude und eines familiären Weihnachtsfestes.
An der Liturgie nahm auch der örtliche katholische Priester Christoph Nowak teil. Seine Anwesenheit war ein Zeichen brüderlicher Offenheit und guter Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden.














