Im Apostolischen Exarchat für die Ukrainer in Deutschland und den Ländern Skandinaviens ging das Jubiläumsjahr „Pilger der Hoffnung“ zu Ende
9. Januar 2026
Am 6. Januar 2026 wurde im Apostolischen Exarchat für die Gläubigen des byzantinischen Ritus ukrainischer Herkunft in Deutschland und den Ländern Skandinaviens feierlich das Jubiläumsjahr „Pilger der Hoffnung“ abgeschlossen. Dieses hatte sich über das Jahr 2025 erstreckt und stellte eine besondere Zeit der geistlichen Erneuerung, des Gebets und des Zeugnisses der Hoffnung für die ukrainischen Gläubigen in der Diaspora dar.

Anlässlich des Abschlusses des Jubiläumsjahres richtete Bischof Bohdan in der Kathedrale Maria Schutz in München ein pastorales Wort an die Gläubigen. In seiner Ansprache betonte er, dass das Jubiläumsjahr eine gemeinsame Glaubenspilgerschaft in Zeiten der anhaltenden russischen Aggression gegen die Ukraine gewesen sei, in denen gerade die auf Gott gegründete Hoffnung die Kraft zum Durchhalten schenke: „Wir Ukrainer schöpfen in diesen Zeiten der fortdauernden russischen Aggression die Kraft zur Standhaftigkeit auf unserer Pilgerschaft von der Knechtschaft zur Freiheit aus unserem Glauben an das Wort Gottes, das uns zusichert, dass die Hoffnung, die wir auf Gott setzen, uns niemals zuschanden werden lässt.“
Der Bischof hob hervor, dass das ukrainische Volk trotz schmerzlicher Erfahrungen und Prüfungen die Hoffnung nicht verliere, sondern sie vielmehr in sich bewahre und vor der ganzen Welt bezeuge.
Während des Jubiläumsjahres hatten die Gläubigen die Möglichkeit, den vollkommenen Ablass in drei Jubiläumskirchen des Apostolischen Exarchats zu erlangen: in der Kathedrale Maria Schutz in München, in der Kirche Allerheiligen in Hamburg, sowie in der Kirche des seligen Priester- und Märtyrers Klemens Scheptytskyi in Stockholm (Schweden).
In seiner Ansprache an den Klerus, die Ordensleute und die Laien brachte Bischof Bohdan seinen aufrichtigen Dank den Seelsorgern, Ordensschwestern, Pfarrgemeinderäten, Gemeinschaften, Freiwilligen und allen Gläubigen zum Ausdruck für ihren Einsatz und ihre Mühen, durch die das Jubiläumsjahr für zahlreiche Pilger reiche geistliche Früchte getragen habe.
Anschließend erhob der Hierarch ein Dankgebet zu Gott für das Geschenk des Jubiläumsjahres und für die empfangenen Gnaden – für die Vergebung der Sünden, das Wachstum in den Tugenden und die Heiligung des Lebens der Gläubigen. In diesem Gebet kam besonders der Wunsch zum Ausdruck, dass die Früchte dieser gnadenreichen Zeit auch weiterhin im alltäglichen christlichen Leben wirksam bleiben mögen.
In seinem Gebet bat Bischof Bohdan den Herrn, die Gläubigen mit seiner Gnade zu heiligen und ihnen Heilung der seelischen und leiblichen Wunden zu schenken, damit sie in den Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe wachsen und im Eifer für gute Werke standhaft bleiben.

