Schutz ukrainischer Flüchtlinge im Fokus der Kommission der Deutschen Bischofskonferenz
30. April 2026
Am 28. April fand in Berlin eine Sitzung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz unter Teilnahme von Staatssekretär Bernd Krösser statt. Er stellte die Ansätze der Regierung zur Migrationspolitik vor und bezeichnete diese als „Migrationswende“. Zu den Schlüsselthemen gehörten die Dynamik der Migrationsprozesse in Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen, die Rückführungspflicht für Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, sowie der vorübergehende Charakter des Schutzes. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Migrationspolitik betont.

An der Diskussion nahm Bischof Bohdan Dzyurakh teil, der Deutschland für die Solidarität mit der Ukraine dankte und die Wichtigkeit eines humanen Ansatzes gegenüber Flüchtlingen hervorhob. Er unterstrich, dass hinter jedem Migrationsstatus menschliche Schicksale stehen und die Ukrainer trotz ihres Potenzials durch den Krieg tief traumatisiert bleiben.
Zu den angesprochenen Themen zählten die weitere Solidarität mit der Ukraine, der zukünftige Status der Ukrainer in Deutschland, die Möglichkeit der Familienzusammenführung und die Zusammenarbeit mit der Kirche.
Bernd Krösser versicherte die unveränderte Unterstützung für die Ukrainer und betonte, dass Deutschland sowohl für diejenigen offen bleiben werde, die nach der Wiederherstellung des Friedens nach Hause zurückkehren möchten, als auch für diejenigen, die planen zu bleiben. Als wichtige Faktoren wurden die Integration in den Arbeitsmarkt und die Möglichkeit des Übergangs in einen langfristigen Aufenthaltsstatus genannt.