In Finnland veranstalteten Ukrainer das erste Weihnachtsfestival
29. Januar 2026
Am 31. Januar 2026 fand in Helsinki erstmals das Weihnachtsfestival „Ukrainische Koliada – 2026“ statt, das Ukrainerinnen und Ukrainer aus verschiedenen Regionen Finnlands rund um Weihnachtslieder und die Freude des Festes vereinte.

An der Veranstaltung nahmen ukrainische Ensembles aus verschiedenen Städten Finnlands teil – von Helsinki bis Rauma, von Turku bis Lahti. Insgesamt wirkten 10 ukrainische Gruppen mit mehr als 100 Teilnehmenden mit. Die Ensembles präsentierten Weihnachtslieder (Kolyadky und Schtschedriwky) in traditionellen sowie modernen Arrangements. Dies erinnerte alle Anwesenden an den wahren Sinn von Weihnachten – die Geburt Christi, Hoffnung und das Licht, das die Dunkelheit überwindet.
Das Festival fand in der Kirche St. Jacobs kyrka statt und zog zahlreiche Gäste an: ukrainische Familien, finnische Freundinnen und Freunde sowie Vertreter kirchlicher und gesellschaftlicher Organisationen. Ehrengäste der Veranstaltung waren der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Ukraine in der Republik Finnland, Herr Mychajlo Vydoinyk, sowie der Diözesanbischof der Finnischen Katholischen Kirche, Bischof Raimo Goyarrola.
In seiner Ansprache betonte Herr Vydoinyk: „Dieses Festival ist ein Lob Gottes, ein Zeichen der Einheit und unserer Identität. Ich erinnere mich daran, wie ich selbst an einem Weihnachtsspiel teilnahm und von Haus zu Haus ging, um Gott zu verherrlichen und Weihnachtslieder zu singen. Das sind Traditionen, die wir bis heute bewahren. Es ist wichtig, diese Identität an unsere Kinder weiterzugeben. Deshalb danke ich allen Eltern, die heute gemeinsam mit ihren Kindern hier sind. Wir haben viele Weihnachtslieder und wertvolle Traditionen, die wir an die nächsten Generationen weitergeben müssen. Wir wünschen uns, dass sich dieses Festival auch in Zukunft weiterentwickelt.“
Seinerseits wandte sich Bischof Raimo auf Ukrainisch mit den Worten „Liebe Ukrainer!“ an die Anwesenden. Anschließend betonte der Hierarch, dass wir, wenn wir beten, Gott loben und gemeinsam zusammenkommen, Kirche als lebendige Gemeinschaft und als eine Familie Gottes bilden – unabhängig davon, aus welchen Regionen wir stammen. Bischof Raimo versicherte zudem, dass die Ukraine stets in seinem Herzen und in seinen Gebeten sei.
In Finnland fand dieses Festival erstmals statt – auf Initiative von Pater Andrii Khomen, der als Seelsorger für die Ukrainerinnen und Ukrainer in diesem Land tätig ist. In seiner Ansprache hob der Priester die Bedeutung der echten Weihnachtslieder sowie die Wichtigkeit der Einheit des ukrainischen Volkes hervor: „Wenn wir Weihnachtslieder singen, führen wir kein akademisches Werk auf und singen nicht einfach ein Lied, sondern wir preisen den neugeborenen Erlöser – eine große Freude für alle Christinnen und Christen. Gerade in Zeiten des Krieges sind wir dazu aufgerufen, uns in dieser weihnachtlichen Freude zu vereinen und diese Einheit durch konkrete Taten sichtbar zu machen.“
Während des Festivals wurden zudem Spenden zur Unterstützung der Ukraine gesammelt. Für viele Teilnehmende und Gäste war dies eine Gelegenheit, sich als Teil einer großen ukrainischen Gemeinschaft zu fühlen, neue Bekanntschaften zu schließen, miteinander ins Gespräch zu kommen, die Weihnachtsfreude zu teilen und gedanklich für einen Moment in die Heimat zurückzukehren.
















