In München betete man für die Bekehrung Russlands und für den Frieden in der Ukraine

14. Februar 2026

Am 13. Februar 2026 fand in der Kathedralkirche Mariä Schutz in München ein gemeinsames Gebet für die Bekehrung Russlands und einen gerechten Frieden in der Ukraine statt. Der ukrainischen Gemeinde schlossen sich Gläubige der römisch-katholischen Pfarrei St. Franziskus zusammen mit ihrem Seelsorger, P. Michael Schlösser, an, der während der Feier die Predigt hielt.

In München betete man für die Bekehrung Russlands und für den Frieden in der Ukraine

Zu Beginn wandte sich der Administrator der Kathedrale, Pfr. Volodymyr Vijtowytsch, mit einem einführenden Wort an die Anwesenden. Auf dem Programm standen Teile des Rosenkranzes in ukrainischer und deutscher Sprache, die Fürbitten, eine Prozession rund um die Kirche sowie der gemeinsame Segen. Ein besonderer Moment war das inständige Gebet um die Bekehrung der Herzen, das Ende des Krieges und die Errichtung eines gerechten Friedens.

In seiner Predigt bezog sich P. Schlösser auf die Gestalt Johannes des Täufers, der im Gefängnis Zweifel und Ungewissheit erlebt. „Johannes der Täufer befindet sich in großer Bedrängnis. Er ist im Gefängnis und weiß nicht, was weiter geschehen wird“, sagte der Prediger und zog eine Parallele zur gegenwärtigen Situation von Krieg und Leid. Er betonte, dass die Erfahrung des Johannes vielen Ukrainern nahe sei: „Eure Verwandten, Freunde und Nachbarn sind in großer Not. Sie fragen sich und uns: Ist Jesus wirklich unter uns?“ Diese Frage, so der Priester, erklinge heute in den Herzen jener, die ihr Zuhause, ihre Angehörigen oder die Sicherheit des morgigen Tages verloren haben.

P. Michael unterstrich, dass Christus Johannes nicht aus dem Gefängnis befreite, ihn jedoch auf die Zeichen der Gegenwart Gottes verwies: „Jesus hat Johannes nicht aus dem Kerker befreit, sondern seinen Blick auf die Wunder gelenkt, die in der Welt geschehen.“ Darin liege die Einladung, Gottes Wirken auch mitten im Leid zu erkennen.

Er ermutigte die Anwesenden, nicht der Verzweiflung zu erliegen: „Am Ende wird Gott siegen, und das Gute wird triumphieren.“ Der Priester erinnerte daran, dass Gewalt nicht das letzte Wort in der Geschichte habe: „Über Herodes und seine Diener spricht heute niemand mehr, aber von den Taten Jesu sprechen wir bis heute.“

Zum Abschluss der Predigt erging eine Einladung zu aktiver Verantwortung: „Sorgen wir mit Gottes Hilfe dafür, dass dort, wo wir Einfluss haben, möglichst viel Gutes geschieht. Nutzen wir unsere Möglichkeiten“, rief der Prediger auf.

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