Ukrainische Jugend auf dem Weg der Hoffnung: Taizé-Pilger zu Besuch in der Kathedrale Maria Schutz in München
3. Januar 2026
Am 2. Januar 2026 besuchten Gruppen ukrainischer Jugendpilger die Kathedrale Maria Schutz in München, als sie von der Europäischen Jugendbegegnung von Taizé in Paris zurückkehrten. Das gemeinsame Gebet wurde zu einer wichtigen geistlichen Wegstation, die junge Ukrainerinnen und Ukrainer aus verschiedenen europäischen Ländern im Glauben, in der Hoffnung und im Vertrauen auf Gott vereinte.

Der bischöflichen Göttlichen Liturgie stand Bischof Dr. Bohdan vor. In seinem geistlichen Wort begrüßte er die Jugendlichen herzlich und lud sie ein, gemeinsam über die Erfahrungen ihrer Pilgerreise nachzudenken: „Dieser Weg, auf dem ihr nun schon seit etwa einer Woche oder vielleicht sogar mehr als zehn Tagen unterwegs seid, ist ein Weg, der aus der Heimat, aus der Ukraine, nach Paris geführt hat, wo sich die junge europäische Christenheit — die christliche Europa von heute und von morgen — zum Gebet versammelt hat.“
Bezugnehmend auf das Motto der diesjährigen Taizé-Begegnung „Kommt und seht“ betonte der Bischof, dass es sich dabei um eine Einladung Christi zur Nähe, zum Vertrauen und zum mutigen Aufbruch auf den Weg des Glaubens handle: „Es ist eine Einladung, alles zurückzulassen, zu Ihm zu gehen und einige Zeit ausschließlich mit Ihm zu verbringen. Und mich interessiert sehr: Womit kehrt ihr zurück? Was habt ihr dort gefunden?“
Anschließend teilten die jungen ukrainischen Pilger ihre Zeugnisse. Gerade sie seien, so der Bischof, ein besonderes Zeichen der Gegenwart Gottes gewesen: „Was mich besonders berührt hat, war, dass immer wieder das Wort ‚Gott‘ gefallen ist. Gott war gegenwärtig, Er hat geführt und Vertrauen geschenkt. Es reicht nicht nur zu glauben — man muss vertrauen. Man muss sich Ihm in die Hände geben und Ihm folgen.“
Der Apostolische Exarch ermutigte die Jugend, auf ihrem geistlichen Weg nicht stehen zu bleiben, und unterstrich, dass der Glaube eine fortwährende Pilgerschaft sei, vergleichbar mit dem Weg Abrahams: „Das Wichtigste ist, die eigene Hand in Seiner Hand zu spüren — diese warme, gute, liebende und verlässliche Hand. Wie sehr brauchen wir diese Wärme, diese Liebe und diese Kraft, die nur Er schenken kann.“
Besondere Aufmerksamkeit widmete der Bischof auch dem Zeugnis der ukrainischen Jugend im heutigen Europa sowie der geistlichen Stärke des ukrainischen Volkes: „Wir sind klein und verwundbar, doch eine geheimnisvolle Kraft Gottes wirkt in unserem Leben. In euch haben die Menschen unser Volk bestaunt — seinen Mut und seinen Glauben, der sich nicht in Worten, sondern in Taten zeigt.“
Nach dem Abschluss der Liturgie wandte sich Bischof Bohdan auch an den Jugendchor aus Ternopil, der den Gottesdienst musikalisch gestaltete und die Ukraine bei der Taizé-Begegnung in Paris vertrat: „Ihr seid aufrichtige, gläubige und freudige Menschen. Die Freude ist eine Gabe des Heiligen Geistes, die Traurigkeit, Angst und Hoffnungslosigkeit überwindet. Genau das braucht das heutige Europa — und ihr bringt es.“
Mit besonderer Kraft erklangen Worte der Hoffnung und des Sieges der göttlichen Wahrheit: „Das Reich des Bösen erzittert, wenn es euren Gesang und unser Gebet hört. Die Kraft Gottes ist stärker als alle Mächte der Finsternis. Kehrt nach Hause zurück und bringt diese Botschaft der Hoffnung weiter.“
Zum Abschluss dankte Bischof Dr. Bohdan allen Anwesenden, dem Klerus, dem Chor und der Jugend und erteilte allen den bischöflichen Segen.
Abschließend sei erwähnt, dass auch Jugendliche aus dem Apostolischen Exarchat unter der Leitung des Vorsitzenden der Jugendkommission, Pfarrer Bohdan Sabalo, an der Europäischen Jugendbegegnung von Taizé in Paris teilgenommen haben.



















































