Dankbarkeit für selbstlosen Einsatz für die Ukraine – Fest der Erscheinung des Herrn in Stockholm

8. Januar 2026

Am 5. Januar, am Vorabend des Festes der Erscheinung des Herrn, versammelte sich die ukrainische Gemeinde Stockholms zahlreich in der Kirche des heiligen Johannes, um dieses große Fest im gemeinsamen Gebet zu begehen. Der Göttlichen Liturgie stand Pfarrer Andrii Melnytschuk vor. Um die Gebetsfreude mit den Ukrainerinnen und Ukrainern zu teilen, kamen auch Kardinal Anders Arborelius, Bischof der Diözese Stockholm, sowie der Generalvikar Pfarrer Pascal René Lund.

Dankbarkeit für selbstlosen Einsatz für die Ukraine – Fest der Erscheinung des Herrn in Stockholm

In seiner Predigt teilte Kardinal Anders Arborelius mit den Anwesenden seine Gedanken über die Bedeutung des Sakraments der Taufe: „Das heutige Fest führt uns zu den Ursprüngen unseres Glaubens zurück – zu unserer eigenen Taufe, durch die wir zu geliebten Kindern Gottes geworden sind. Selbst in den dunkelsten Zeiten, in denen eure Angehörigen unter den Schrecken des Krieges leiden, müssen wir uns daran erinnern: Jesus Christus ist mitten unter uns. Er ist die Quelle unserer Hoffnung und unserer Kraft.


Besonders hob der Kardinal die Bedeutung des christlichen Zeugnisses in der Welt hervor: „Wo immer wir uns befinden, sind wir berufen, die Liebe Gottes weiterzugeben. Wenn wir heute in dieser Kirche so viele Kinder sehen, erinnert uns das an das Jesuskind. Jedes Kind hilft uns, die Aufrichtigkeit des Herzens wiederzufinden, damit wir uns im Licht der Liebe des himmlischen Vaters verwandeln lassen. Eure Wurzeln liegen in der Ukraine, wo der Kampf um die Freiheit andauert. Möge die heutige Freude euch stärken, damit ihr das Licht der Hoffnung zu euren Nächsten tragen könnt. Wir versichern euch unseres Gebets für eure Soldaten, Angehörigen und Freunde. Wir wissen und glauben: Christus hat das Böse der Welt besiegt, er lebt und wirkt durch jeden von uns.“

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber den Freunden der Ukraine. Für sein selbstloses humanitäres Engagement wurde der bekannte schwedische Rapper, Sänger, Schriftsteller und Schauspieler Sebastian Stakset ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinem Team unternahm er zahlreiche humanitäre Einsätze in die Frontgebiete der Ukraine und brachte mehr als 850 Tonnen medizinischer Hilfe dorthin.

In Anerkennung seines Einsatzes überreichte Kardinal Anders Arborelius Sebastian Stakset die hohe Auszeichnung, die Medaille „Ora et Labora“ („Bete und arbeite“). Pfarrer Andrij Melnytschuk übergab ihm seinerseits im Namen von Bischof Bohdan die Jubiläumsmedaille des Apostolischen Exarchats für die Ukrainer in Deutschland und den Ländern Skandinaviens.

In seinem Dankeswort betonte Sebastian Stakset zugleich, dass er sich selbst nicht als Helden betrachte: „Es ist für mich eine große Ehre, in dieser heiligen Kirche ausgezeichnet zu werden, doch die wahren Helden sind die ukrainischen Männer, Frauen und Kinder, die unter Beschuss leben. Es sind die Ukrainer, die heute nicht nur ihre Heimat verteidigen, sondern auch die Sicherheit ganz Europas – einschließlich unserer hier in Schweden.“

Die Feierlichkeiten endeten mit der Jordan-Wasserweihe und einem Gebet um einen gerechten Frieden.

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