Die katholische Gemeinschaft in Reykjavík feierte den 25. Jahrestag der Weihe der Maríukirkja gemeinsam mit den Ukrainern

26. Mai 2026

Am Montag, dem 25. Mai, feierte die katholische Gemeinschaft in Reykjavík feierlich den 25. Jahrestag der Weihe der Muttergotteskirche – Maríukirkja. An den Feierlichkeiten nahmen auch die Gläubigen der lokalen ukrainischen Gemeinde unter der Leitung von P. Mykhailo Ivaniak teil, die gemeinsam mit der lateinischen Gemeinschaft die Liturgie und die anschließenden Jubiläumsfeierlichkeiten besuchten.

Die katholische Gemeinschaft in Reykjavík feierte den 25. Jahrestag der Weihe der Maríukirkja gemeinsam mit den Ukrainern

„Das Wichtigste sind die Menschen“

In seiner Jubiläumspredigt wandte sich der Pfarrer der Kirche, Pfr. Denis O'Leary, mit Worten an die Gemeindemitglieder, die zum Leitmotiv der gesamten Feier wurden: „Das Kirchengebäude selbst ist nicht der wichtigste Teil der Pfarrei. Die Menschen, die zur Pfarrei gehören, sind viel wichtiger. Ihr seid es, die am meisten zählen. Ihr seid die lebendigen Steine, die diese Pfarrei aufbauen.“

Der Seelsorger erinnerte daran, dass die Maríukirkja in den vergangenen 25 Jahren zu einer Heimat für eine vielfältige und multikulturelle katholische Gemeinschaft geworden sei und eine wichtige Rolle im kirchlichen Leben der gesamten Hauptstadtregion spiele. „Möge der gute Gott uns alle weiterhin behüten, die Pfarrgemeinde und den kirchlichen Dienst segnen“, schloss Pfr. Denis seine Predigt.

Das Bild der „lebendigen Steine“ aus dem ersten Petrusbrief (1 Petr 2,5) bekam im Kontext des Jubiläums einen besonderen Klang: Nicht Mauern und Gewölbe, sondern Menschen – unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Riten, unterschiedlicher Sprachen – bauen gemeinsam die lebendige Kirche.

Griechisch-Katholiken in Island: Ein Zuhause in der Fremde

Eine besondere Seite der Feierlichkeiten war die Anwesenheit der Gläubigen der UGKK, die der lateinischen Gemeinschaft ihre aufrichtige Dankbarkeit für ihre Gastfreundschaft und Brüderlichkeit ausdrückten. Für die ukrainischen Griechisch-Katholiken in Island – weit weg von zu Hause und angesichts des andauernden Krieges in der Ukraine – ist die Maríukirkja zu einem besonderen Ort der Begegnung mit Gott und miteinander geworden.

„Diese Kirche ist für uns ein vertrauter und besonderer Ort der Begegnung mit Gott geworden. Weit weg von zu Hause haben wir hier die Möglichkeit, uns zu vereinen, um für den Frieden in der Ukraine und in der ganzen Welt zu beten und uns gegenseitig spirituell zu unterstützen“, übermittelte die ukrainische Gemeinde ihren Dank.

Hintergrundinformationen

Die Maríukirkja (Muttergotteskirche) in Reykjavík ist eine katholische Pfarrkirche, die am 25. Mai 2001 geweiht wurde. Sie dient als Zentrum des katholischen spirituellen Lebens in der Hauptstadtregion Islands und vereint eine vielfältige internationale Gemeinschaft von Gläubigen. Insbesondere finden hier die Gottesdienste für die in Island lebenden Gläubigen der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche statt, die unter der seelsorglichen Obhut des Apostolischen Exarchats für die Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien stehen.


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