„Die Kirche braucht Menschen, die nicht nur Gutes tun, sondern es gut tun“ – Dr. Thomas Schwartz vor den ukrainischen Bischöfen
13. Juli 2026
Am 10. Juli trafen sich die ukrainischen Bischöfe im Rahmen der Bischofssynode der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, die im Marienwallfahrtsort Zarvanyzja stattfand, mit Dr. Thomas Schwartz, dem Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks der deutschen Katholiken „Renovabis“. Bei der Begegnung wurden die Herausforderungen erörtert, vor denen die Kirche unter den Bedingungen des Krieges steht, sowie Möglichkeiten für eine langfristige Stärkung ihres seelsorglichen, sozialen und wirtschaftlichen Dienstes besprochen.

In seiner Ansprache betonte Dr. Thomas Schwartz, dass die langjährige Partnerschaft zwischen „Renovabis“ und der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche nicht nur eine Unterstützung einzelner Projekte ermögliche, sondern auch eine gemeinsame Reflexion über die Zukunft kirchlicher Institutionen eröffne. Er wies darauf hin, wie wichtig es sei, bereits heute über Entwicklungsmodelle nachzudenken, die den kirchlichen Strukturen helfen, ihre Mission auch in Zukunft erfolgreich zu erfüllen.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema des sozialen Unternehmertums als Instrument zur Sicherung der Stabilität kirchlicher Bildungs-, Wohltätigkeits- und Seelsorgeinitiativen. Dr. Thomas Schwartz unterstrich, dass es dabei nicht um eine Veränderung des Charakters des kirchlichen Dienstes gehe, sondern um die Schaffung von Ressourcen, die es ermöglichen, die Mission der Kirche effektiver umzusetzen und ihren sozialen Dienst weiterzuentwickeln.
Zudem nannte er Beispiele erfolgreicher sozialer Initiativen, die bereits in der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche umgesetzt werden, insbesondere in den Bereichen Bildung, Medizin und soziale Dienste. Dazu gehören das Lyzeum des Hl. Basilius des Großen und das Klinikum des Hl. Apostels Lukas in Iwano-Frankiwsk, ein landwirtschaftlicher Betrieb der Caritas in Ternopil sowie das Scheptyzkyj-Hospital in Lwiw. Diese Erfahrungen können als Grundlage für die Weiterentwicklung neuer Modelle des kirchlichen Dienstes dienen, die auf professioneller Leitung, Kooperation und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen basieren.
Abschließend äußerte Dr. Thomas Schwartz seine Überzeugung, dass die Zukunft der Kirche von ihrer Fähigkeit abhänge, die Treue zu ihrer geistlichen Berufung mit sozialer Verantwortung und institutioneller Stabilität zu verbinden. Gleichzeitig sicherte er die kontinuierliche Unterstützung von „Renovabis“ auf diesem Weg zu.
Bilder und Text: synod.ugcc.ua
