Göttliche Liturgie für Plast-Pfadfinder im Sommerlager

12. August 2026

Am 9. August fand für die ukrainischen Plast-Pfadfinder während ihres Sommerlagers in den bayerischen Wäldern eine sonntägliche Göttliche Liturgie statt. Dem Gottesdienst stand Pfr. Zorian Bereza, Seelsorger an der Kathedrale Maria Schutz und Hl. Apostel Andreas in München, vor.

Göttliche Liturgie für Plast-Pfadfinder im Sommerlager

In seiner Predigt wies der Geistliche darauf hin, dass Jesus die Apostel nicht erst dann in die Welt sendet, wenn sie vollkommen sind, sondern so, wie sie sind – mit ihren Zweifeln, Ängsten und Unzulänglichkeiten. Der Seelsorger zog eine Parallele zwischen diesem evangelischen Ruf und dem Kern des Pfadfindertums: „Der Plast-Pfadfinder ist ein Mensch des Weges“, betonte er. Wahres Pfadfindertum zeichne sich nicht durch Uniformen oder Abzeichen aus, sondern durch die Bereitschaft, sich im täglichen Leben, im Lager und auf Wanderungen den Bedürfnissen anderer zuzuwenden.

Zudem hob der Priester hervor, dass Christus die Apostel ohne unnötigen Ballast auf den Weg sendet. Dies lehre sie, sich nicht ausschließlich auf die eigenen Kräfte und die eigene Vorbereitung zu verlassen, sondern auf Gott zu vertrauen. Der Prediger verglich dies mit den Erfahrungen der Pfadfinder: Man könne einen vollgepackten Rucksack mit Ausrüstung, Kompass und Karte haben und dennoch den Weg verlieren, wenn das Herz von Angst erfüllt sei. Wahre Sicherheit liege vielmehr darin, in wessen Begleitung man den Weg beschreite. „Man kann einen Kompass, eine Karte, ein Erste-Hilfe-Set, zehn Karabiner haben und sich trotzdem verlaufen. Und man kann den genauen Weg nicht kennen, aber wissen, mit wem man geht. Und das ist das Wichtigste, denn Christus sendet uns nicht nur, sondern er geht auch mit uns“, so Pfr. Zorian Bereza.

„Und dann beginnt vielleicht das wahre Abenteuer – nicht das, das wir uns selbst ausgedacht haben, sondern das, das Gott für uns geplant hat. Denn die beste Reise ist nicht die, bei der man jede Biegung kennt, sondern die, bei der man weiß, mit wem man geht. Und Christus sagt dir heute: ‚Geh. Ich bin mit dir‘“, erklärte der Geistliche zum Abschluss der Predigt.

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