20 ukrainische Ministrantinnen und Ministranten beim Diözesantag der Minis in Vierzehnheiligen

22. Oktober 2026

Am Samstag, dem 17. Oktober 2026, nahmen zwanzig ukrainische Ministrantinnen und Ministranten aus den Gemeinden in Bamberg, Coburg, Kulmbach, Bayreuth und Hof am Diözesantag der Minis des Erzbistums Bamberg teil. Das Treffen fand in Vierzehnheiligen statt, einem der bekanntesten Wallfahrtsorte Bayerns. In diesem Jahr kamen rund 450 Ministrantinnen und Ministranten zusammen. Mit Begleitpersonen, Organisatoren und Helfern waren es etwa 600 Teilnehmende aus dem ganzen Erzbistum.

20 ukrainische Ministrantinnen und Ministranten beim Diözesantag der Minis in Vierzehnheiligen

„Minis mischen mit“: Ministranten verändern die Welt

Der diesjährige Diözesantag stand im Zeichen der Verantwortung der Christen für die Welt: für die Bewahrung der Schöpfung, den Schutz der Umwelt, Gerechtigkeit und Solidarität. Als Inspiration für das Programm dienten die Enzyklika „Laudato si’“ von Papst Franziskus und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Die Kinder und Jugendlichen arbeiteten in Themengruppen und kreativen Workshops, spielten und lösten interaktive Aufgaben. Die Jüngeren bauten gemeinsam das Modell einer umweltfreundlichen Stadt der Zukunft. Die Älteren suchten in Teamspielen nach Lösungen für aktuelle gesellschaftliche und ökologische Probleme. Die Organisatoren wollten zeigen, dass der Glaube nicht an den Kirchenmauern endet. Er bewegt dazu, verantwortungsvoll mit den Mitmenschen, der Gesellschaft und der ganzen Schöpfung Gottes umzugehen.

Liturgie in der Basilika der Vierzehn Nothelfer

Höhepunkt des Tages war die feierliche gemeinsame Eucharistiefeier in der Basilika Vierzehnheiligen. Als Konzelebrant feierte auch der Administrator der ukrainischen Pfarrei, Pfarrer Iwan Sochan, mit.

Ministrantendienst – eine Schule des Glaubens, der Freundschaft und der Verantwortung

Für die ukrainische Pfarrei haben solche Begegnungen eine besondere Bedeutung. Der Ministrantendienst ist mehr als die Hilfe für den Priester im Gottesdienst. Die Kinder lernen dabei Gebet, Verantwortung, Disziplin und gegenseitige Hilfe. Zugleich lernen sie den Reichtum der östlichen liturgischen Tradition tiefer kennen.

Die ukrainischen Minis konnten deutsche Gleichaltrige treffen, die ebenfalls am Altar dienen. Sie tauschten Erfahrungen aus, schlossen neue Freundschaften und erlebten sich als Teil einer großen christlichen Gemeinschaft. Während die Kinder ihr Programm hatten, beteten die Eltern gemeinsam, lernten einander besser kennen und stärkten die freundschaftlichen Bande zwischen den Familien der Gemeinden. Solche Begegnungen helfen, im Leben der Ortskirche Fuß zu fassen und die Einheit zwischen den ukrainischen Gemeinden der Pfarrei in verschiedenen Städten zu stärken.

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