Bischof Bohdan feiert Göttliche Liturgie mit den Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser während ihres Generalkapitels
13. Oktober 2026
Am 11. Oktober 2026 feierte Bischof Bohdan Dzyurakh die Göttliche Liturgie mit den Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser, die am Generalkapitel ihrer Kongregation teilnehmen. Die Liturgie war ein Dankgebet für das Geschenk der Kongregation, deren Schwestern in Deutschland, Österreich, Japan, Bolivien und Chile sowie seit mehr als 25 Jahren auch in der Ukraine wirken.

Die Predigt des Bischofs mit dem Titel „Gott hat sich seines Volkes angenommen“ ging vom Evangelium nach Lukas (7,11–16) über die Auferweckung des Jünglings von Naïn aus. In diesem Geschehen, so der Bischof, begegnen sich zwei Prozessionen: der Trauerzug und die Prozession Jesu – und mit Jesus hat der Tod nicht das letzte Wort. Er betonte, dass Christen berufen sind, die Sendung Christi im gewöhnlichen Leben und Dienst fortzusetzen, und dass keine Strategie und kein Pastoralplan die Aufmerksamkeit des Herzens ersetzen kann.
Sechs Handlungen Christi
Der Bischof lenkte den Blick auf die Verben, mit denen das Evangelium das Handeln Jesu beschreibt: Er ging, trat heran, sah, hatte Mitleid, sprach und berührte. Jedes davon verband er mit einer konkreten Aufgabe für Missionarinnen und Missionare:
- die Wege der Menschen mitgehen und ihre Freuden und Leiden teilen;
- die Nähe zu den Menschen suchen;
- die Welt mit Augen sehen, die vom Licht der Auferstehung erleuchtet sind;
- das Leid des anderen ans Herz gehen lassen, damit sich niemand in seinem Schmerz verlassen fühlt;
- behutsam sprechen, denn unbedachte Worte können verletzen;
- Liebe in konkrete Taten verwandeln, denn selbst ein kleiner Dienst aus Liebe kann für einen Menschen zu neuer Hoffnung werden.
Über Worte des Trostes
Mit Blick auf den Beginn des großangelegten Krieges erinnerte Bischof Bohdan an den Rat seines Beichtvaters, eines älteren Kapuziners aus München. Dieser hatte ihm empfohlen, den Angehörigen in der Ukraine zu sagen „Ich verstehe euch“ – aber so, dass in diesen Worten möglichst wenig vom eigenen „Ich“ und möglichst viel von Christus liegt. Die Menschen wollen hören, dass Gott sie versteht, ihnen nahe ist und sie nicht verlassen hat.
Abschluss
„Wir sind nicht der Erlöser. Aber wir können uns immer wieder Ihm zur Verfügung stellen, damit Seine Liebe durch uns die Menschen erreicht“, sagte der Bischof zu den Missionsschwestern.









