Priesterweihe von Diakon Ivan Kolodii in Fulda

17. März 2026

Fulda, 15. März 2026 – In einer feierlichen Göttlichen Liturgie wurde Diakon Ivan Kolodii zum Priester geweiht. Die Weihe spendete S.E. Bischof Bohdan Dzyurakh, Apostolischer Exarch für die Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien. Zahlreiche Geistliche, Ordensleute, Gläubige sowie die Familie des Neupriesters nahmen an diesem bedeutenden Ereignis teil.

Priesterweihe von Diakon Ivan Kolodii in Fulda

Ein besonderes Ereignis der Gnade

Im Zentrum der Feier stand das Wirken der göttlichen Gnade. In seiner Predigt betonte Bischof Bohdan die tiefe geistliche Bedeutung der Priesterweihe: „Heute werden wir Zeugen eines besonderen Ereignisses: Die göttliche Gnade wird über die Seele des Diakons Ivan Kolodij ausgegossen.“

Diese Gnade, so der Bischof, heile, stärke und erfülle den Menschen mit Gottes Gaben und führe ihn in das Priestertum Christi ein.


Die Kraft des Kreuzes

Die Weihe fand bewusst in der Zeit der Großen Fastenzeit statt – in jener Woche, die der Verehrung des Kreuzes gewidmet ist. Dieses Zeichen stand auch im Mittelpunkt der Predigt: „Indem du das Kreuz des Herrn auf dich nimmst, wirst du Anteil an der Freundschaft Christi erhalten.“

Ein besonders bewegender Moment war die Übergabe des Kreuzes an den Neupriester, begleitet vom feierlichen Ruf der Gläubigen: „Axios!“ – „Würdig!“

Berufung zur Liebe und Freundschaft mit Christus

Bischof Bohdan erinnerte daran, dass das Priestertum vor allem eine Berufung zur Liebe ist: Er unterstrich, dass die Liebe nicht nur ein Gefühl sei, sondern „ein Zustand der Seele und des Geistes“ und die eigentliche Quelle des Lebens – verwurzelt in Gott selbst.

„Ich nenne dich nicht mehr Diener, sondern Freund. Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich dich geliebt.“

Quellen des priesterlichen Lebens

In seiner Predigt hob der Bischof die zentralen Säulen des priesterlichen Dienstes hervor: Gebet, Feier der Liturgie, Treue zur kirchlichen Lehre und das Leben aus den Sakramenten.

Eindringlich mahnte er: „Wer nicht liebt, bleibt im Tod.“

Und er fügte hinzu, dass ein Priester, der das Gebet vernachlässigt, innerlich zu sterben beginnt und anderen das Leben Gottes nicht mehr weitergeben kann.


Treue und Verantwortung im Dienst

Der priesterliche Dienst sei auch ein prophetischer Auftrag: „Wir sind berufen, dem Wort Gottes treu zu bleiben und die Lehre Christi mutig zu verkünden – ohne sie den wechselnden Strömungen dieser Welt anzupassen.“

Dabei komme der ständigen Umkehr und dem Sakrament der Versöhnung eine zentrale Bedeutung zu, um immer wieder zur Quelle der göttlichen Liebe zurückzukehren.

Ein Auftrag für das ganze Leben

Am Ende seiner Predigt richtete Bischof Bohdan persönliche Worte an den Neupriester und ermutigte ihn, die empfangene Gnade treu zu bewahren: „Dass du dieser Gabe würdig bleibst, wie wir gleich rufen werden: ‚Axios!‘“

Und mit den Worten des Apostels Paulus fasste er die Berufung zusammen: „Durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen.“

Segenswünsche des Apostolischen Exarchats

Das Apostolische Exarchat gratuliert dem Neupriester herzlich zu seiner Weihe und wünscht ihm Gottes reichen Segen, Kraft und Freude in seinem priesterlichen Dienst – im Vertrauen darauf, dass die empfangene Gnade ihn auf seinem Weg stets begleiten wird.

Foto: Bernd Scholl

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