Ukrainische Gemeinde Münchens nimmt am „Gottesdienst der Nationen“ im Münchner Dom teil

30. September 2026

Die ukrainische Gemeinde Münchens nahm unter der Leitung von Bischof Bohdan Dzyurakh am „Gottesdienst der Nationen“ teil, die am 27. September im Münchner Dom anlässlich des Auftakts der diesjährigen Interkulturellen Woche gefeiert wurde.

Ukrainische Gemeinde Münchens nimmt am „Gottesdienst der Nationen“ im Münchner Dom teil

Im gemeinsamen Gebet mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Sprach- und Muttersprachengemeinden der Erzdiözese München und Freising setzte die ukrainische Gemeinde ein Zeichen christlicher Einheit in kultureller und sprachlicher Vielfalt. Der Gottesdienst wurde mehrsprachig gefeiert; die Vertretungen der verschiedenen Gemeinschaften nahmen in ihren jeweiligen traditionellen Trachten am Gottesdienst teil.


In seiner Predigt hob Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, die Verantwortung Europas für den Schutz und die Entfaltung der Menschenrechte, eine verantwortungsvolle Freiheit sowie die Achtung jedes Menschen unabhängig von seiner Herkunft hervor. Mit Blick auf die europäischen Werte und die christlichen Wurzeln Europas rief der Kardinal dazu auf, Europa als Raum des Friedens, der Freiheit und des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Kulturen zu pflegen.

Besondere Bedeutung haben diese Worte für die ukrainische Gemeinde, die unter den Bedingungen des Krieges ihre Identität, Kultur, Sprache und christliche Tradition bewahrt und sich zugleich aktiv in das Leben der gesellschaftlichen Gemeinschaft in Deutschland einbringt. Die Teilnahme der Ukrainerinnen und Ukrainer am „Gottesdienst der Nationen“ bot zugleich Anlass zum gemeinsamen Gebet für den Frieden in der Ukraine sowie für alle Menschen, die aufgrund von Krieg, Verfolgung und Gewalt ihre Heimat verlassen mussten.

Der „Gottesdienst der Nationen“ fand im Rahmen der 51. Interkulturellen Woche statt, die unter dem Motto „Dafür!“ veranstaltet wird. Die jährliche Initiative soll das gegenseitige Verständnis, die Solidarität und das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und religiöser Tradition fördern.

In der Erzdiözese München und Freising leben mehr als 265.000 Katholikinnen und Katholiken, die unterschiedlichen Sprach- und Ritusgemeinden angehören. Ihre Präsenz bildet einen wichtigen Bestandteil des örtlichen kirchlichen Lebens und spiegelt den internationalen sowie multikulturellen Charakter der Erzdiözese wider.

Quelle: erzbistum-muenchen.de

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