Vertreter der muttersprachlichen Gemeinden trafen sich in Andechs
16. Juli 2026
Am 15. Juli fand im Wallfahrtsort Andechs eine Heilige Messe für die Vertreter der muttersprachlichen Gemeinden der Erzdiözese München und Freising statt. Das Treffen diente als Anlass, Monsignore Dr. Alexander Hoffmann zu danken, der nach zehnjährigem Dienst seine Leitung der Abteilung für muttersprachliche Seelsorge der Erzdiözese beendete. Die ukrainische Gemeinde wurde von Priestern und Ordensschwestern der Kathedrale Maria Schutz und Hl. Apostel Andreas in München vertreten.

In seiner Predigt bezog sich Monsignore Dr. Alexander Hoffmann auf einen Abschnitt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser und hob dabei hervor, dass der Herr durch den Heiligen Geist den „inneren Menschen“ stärke. Diese innere Kraft sei die Antwort auf die Sorgen, die Unruhe und die Herausforderungen, mit denen die Welt, die Gesellschaft und die Kirche heute konfrontiert seien. Der Prediger unterstrich, dass die Menschen der Gegenwart weniger Belehrungen oder fertige Rezepte benötigen, sondern vielmehr das lebendige Zeugnis der christlichen Hoffnung. Es gehöre zu den wichtigsten Aufgaben des seelsorglichen Dienstes in schwierigen Zeiten, diese Hoffnung zu teilen, die jeden Einzelnen persönlich trage und stärke.
Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen lag auf den Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen den muttersprachlichen Seelsorgestellen der Erzdiözese. Rückblickend auf seine zehnjährige Dienstzeit stellte Monsignore Dr. Alexander Hoffmann fest, dass die einzelnen Sprachgemeinschaften zu Beginn an „Inseln“ erinnert hätten, die in erster Linie auf die eigene Identität und die Bedürfnisse ihrer Gläubigen konzentriert gewesen seien. Im Laufe der Jahre hätten sich jedoch gegenseitiges Vertrauen, ein offener Dialog und ein echtes Bewusstsein für eine gemeinsame Mission entwickelt. Dieses Wachstum in der Einheit bezeichnete er als einen der größten Erfolge des vergangenen Jahrzehnts. Er äußerte den Wunsch, dass dieser Geist der Kooperation, der gegenseitigen Unterstützung und der Mitverantwortung auch weiterhin den Dienst der muttersprachlichen Seelsorgestellen prägen möge. Er ermutigte die Priester, Ordensleute und Laien, den heutigen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, sich gegenseitig zu stützen und den Glauben der Menschen zu stärken.
Zum Abschluss des Gottesdienstes beteten die Teilnehmer darum, dass der Herr auf die Fürsprache der Allheiligsten Gottesmutter allen im seelsorglichen Dienst Tätigen Kraft, Freude, Vertrauen und Hoffnung für die Erfüllung ihrer Mission schenken möge. Wie Monsignore Dr. Alexander Hoffmann betonte, lässt sich die Zukunft gemeinsam leichter gestalten, da in der Einheit jene Kraft entstehe, die die Kirche stütze und ihr helfe, ein echtes Zeichen der Hoffnung für die Welt zu sein.



























