Bischof Bohdan besuchte die ukrainische Samstagsschule in Lübeck: „Die Ukraine beginnt in unserem Herzen“

22. Juni 2026

Im Rahmen eines Pastoralbesuchs in der ukrainischen Gemeinde in Lübeck besuchte Bischof Bohdan am 20. Juni die ukrainische Samstagsschule. Während des Treffens stellte die Schulleiterin Yanina Bolharska die Aktivitäten der Bildungseinrichtung vor und berichtete über deren Gründungsgeschichte.

Bischof Bohdan besuchte die ukrainische Samstagsschule in Lübeck: „Die Ukraine beginnt in unserem Herzen“

Bischof Bohdan begrüßte die Schüler, Eltern und das Lehrerkollegium mit dem traditionellen Gruß „Slawa Ukrajini!“ ("Ruhm der Ukraine!"), auf den die Kinder und Jugendlichen mit „Herojam slawa!“ ("Ruhm den Helden!") antworteten. In seiner Ansprache erklärte der Bischof, dass sich in diesem gemeinsamen Gruß die wahre ukrainische Identität zeige.

„Die Ukraine beginnt im Herzen“

In seiner Rede betonte der Bischof, dass die Kinder und Familien der Samstagsschule die Ukraine trotz des kriegsbedingten Verlassens ihrer Heimat nicht aufgegeben, sondern mitgebracht hätten. Er wies darauf hin, dass die Schüler Energie und ukrainischen Geist zeigten, und verband dies mit der Aussage der Schulleiterin Yanina Bolharska, wonach Sport und Lernen in erster Linie geistige und nicht nur physische Stärke erfordern.


Der Bischof rief die Kinder und Jugendlichen dazu auf, sich zu bilden und die Möglichkeiten ihres Aufenthalts in Deutschland zu nutzen, damit künftige Generationen auf Absolventen blicken können, die bedeutende Leistungen für die Ukraine erbracht haben.

Dank an Lehrer und Eltern

Einen besonderen Dank sprach der Bischof der Schulleiterin Yanina Bolharska für ihr Engagement bei der Gründung und Entwicklung der Einrichtung aus, ebenso wie den rund dreißig Lehrkräften, die ihre Bemühungen ehrenamtlich unterstützen. Laut dem Bischof ermöglicht es die gemeinsame Arbeit der Pädagogen, „die Ukraine hier aufzubauen“, indem sie die Muttersprache pflegen und den Kindern Wissen über die Geschichte vermitteln, die Bischof Bohdan als die Wurzeln des Volkes bezeichnete. „Je tiefer eine Generation ihre eigene Geschichte kennt, desto stärker ist ihr geistlicher Baum“, betonte der Bischof und warnte vor dem Verlust der Wurzeln, ohne die ein Volk Gefahr laufe, wie ein „Steppenroller“ zu werden, der von den Winden der Geschichte umhergetrieben wird.

Gebet für die Ukraine und die Verteidiger an der Front

Zum Abschluss des Treffens rief Bischof Bohdan die Anwesenden zu einem gemeinsamen Gebet für die ukrainischen Kinder und Familien in Deutschland, für Verwandte und Gleichaltrige in der Ukraine sowie insbesondere für die ukrainischen Verteidiger an der Front auf. Der Hierarch äußerte die Hoffnung, dass der Herr die Ukraine mit einem gerechten und dauerhaften Frieden segnen möge, und dankte den Kindern, Pädagogen und Eltern für das Gebet und die gemeinsame Arbeit zur Bewahrung der ukrainischen Identität im Ausland.

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