Neuer Seelsorger in der ukrainischen Gemeinde in Frankfurt am Main
31. August 2026
Am 30. August besuchte Bischof Bohdan Dzyurakh die ukrainische griechisch-katholische Gemeinde in Frankfurt am Main, um dort den neuen Seelsorger, Pfr. Dr. Mykola Dobra, vorzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt lag die seelsorgliche Betreuung der Gemeinde bei Pfr. Roman Lirka.

Im Rahmen des gemeinsamen Gottesdienstes am Sonntag, dem 30. August, stellte Bischof Bohdan Dzyurakh Pfr. Dr. Mykola Dobra vor, der ab sofort den seelsorglichen Dienst für die Ukrainer in Frankfurt übernimmt. Gleichzeitig dankte die Gemeinde Pfr. Roman Lirka für sein langjähriges seelsorgliches Wirken. In seiner Predigt betonte der Bischof, dass die Einführung des neuen Priesters ein Zeichen für die Fortdauer der Fürsorge Gottes für die Gemeinde sei. „Heute sendet der Herr einen neuen Mitarbeiter hierher – Pfr. Mykola, der für Sie ein Abbild der Güte Gottes sein wird“, erklärte der Bischof.
In seiner Ansprache hob der Apostolische Exarch die Bedeutung der Einheit der ukrainischen Gemeinde hervor, insbesondere angesichts des andauernden Krieges und des Kampfes des ukrainischen Volkes gegen die russische Aggression. „Heute, da unser Volk gegen die Besatzer kämpft, können wir seinen höllischen Anstrengungen unsere Hoffnung auf Gott entgegensetzen, damit er sich unseres Volkes erbarmt“, betonte Bischof Bohdan.
Der Bischof rief die in Deutschland lebenden Ukrainer dazu auf, ihre geistliche und nationale Identität zu bewahren. Die christliche Gemeinde solle ein Ort sein, an dem die Menschen sich ihrer Herkunft besinnen und ihr Gedächtnis, ihre Kultur sowie ihr geistliches Erbe pflegen. „Wir dürfen in dieser westlichen Welt nicht wie Steppenläufer verloren gehen, damit wir nicht unser Gedächtnis, unsere Spiritualität und unsere Kultur verlieren, sondern uns daran erinnern, wer wir sind und wessen Kinder wir sind“, sagte Bischof Bohdan Dzyurakh.
Ein zentrales Thema der Predigt bildete das Wort Gottes. Der Bischof erinnerte daran, dass Christus sein Wort als Geist und Leben bezeichnet, weshalb die gläubige Annahme des Wortes Gottes das menschliche Leben verwandle, stärke und heilige. In seinem Kommentar zum evangelischen Gleichnis von den geladenen Gästen des Festmahls wies Bischof Bohdan Dzyurakh auf die Rolle der Diener des Herrn hin. Diese seien die Stimme des Hausherrn gewesen, hätten seine Einladung an die Menschen überbracht und sich auch durch Ablehnungen nicht entmutigen lassen.
„Von ihrem Eifer hing es ab, ob die Menschen diese Einladung hören würden. Von ihrer Ausdauer hing es ab, dass sie sich nicht entmutigen ließen, als sie die erste Ablehnung erfuhren“, unterstrich der Bischof. Dieses Bild verknüpfte Bischof Bohdan Dzyurakh mit dem priesterlichen Dienst, wobei er Pfr. Roman Lirka für seine Arbeit dankte und dem neuen Seelsorger wünschte, den Dienst an der Gemeinde mit Eifer fortzuführen. „Für den Diener ist es wichtig, dem Herrn nahe zu sein und sein Wort zu hören, um die göttliche Lehre zu verkünden“, hob der Hierarch hervor.
Der Bischof rief die Gemeinde zudem dazu auf, sich nicht durch die Gleichgültigkeit der modernen Welt entmutigen zu lassen, sondern das Gebet, das Glaubenszeugnis und den Dienst an Gott entschlossen fortzusetzen und die Früchte dieses Wirkens in Gottes Hände zu legen. „Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern verrichten wir im Gegenteil mit neuer Kraft den Dienst Gottes und legen wir alles in Gottes Hände, denn er ist es, der die Herzen bewegt und die Menschen zu sich führt“, wandte sich Bischof Bohdan Dzyurakh an alle Anwesenden.
Zum Abschluss der Predigt rief der Bischof zu einem Dankgebet für den Dienst von Pfr. Roman Lirka sowie für den neuen Seelsorger, Pfr. Dr. Mykola Dobra, auf und wünschte der Gemeinde geistliches sowie zahlenmäßiges Wachstum. „Lasst uns heute mit einem Dankgebet für das Geschenk des Dienstes von Pfr. Roman und für das Geschenk des neuen Seelsorgers beten, damit Sie auf die Fürsprache des heiligen Klemens von Uniw in Gottes Gnade wachsen und sich zahlenmäßig vergrößern, zur Ehre Gottes und zum Wohl unseres Volkes“, schloss der Bischof.