Bischof Bohdan dankte dem katholischen Radio „Horeb“ für über 130.000 Rosenkränze für die ukrainischen Verteidiger
12. Juni 2026
Am 11. Juni besuchte Bischof Bohdan die Redaktion des katholischen Radios „Horeb“ und feierte die Göttliche Liturgie mit den Mitarbeitern der Medienorganisation. Dabei dankte er dem Direktor und den Zuhörern des Senders für ihre aktive Beteiligung an der Aktion zum Sammeln von Rosenkränzen für das ukrainische Militär.

Der Rosenkranz — eine geistliche Waffe für die Verteidiger
Bei dieser Gelegenheit überreichte der Bischof der Leitung des Radios eine Flagge der Verteidiger sowie eine Dankesurkunde von Pfr. Taras Mykhalchuk, dem Vorsteher der Garnisonskirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus und Leiter des Zentrums für Militärseelsorge.
Durch die von Radio „Horeb“ organisierte Aktion konnten über 130.000 Rosenkränze gesammelt werden. Diese wurden den ukrainischen Verteidigern und ihren Familien als Zeichen der Gebetsverbundenheit und geistlichen Unterstützung übergeben.
Menschlichkeit als Zeugnis des Glaubens
In seiner Predigt erzählte der Bischof die Geschichte eines ukrainischen Verteidigers, der in den Ruinen einer frisch befreiten Stadt einen verwundeten russischen Soldaten fand. Dieser erwartete den Tod und sagte: „Tötet mich.“ Als Antwort erhielt er: „Nein, denn wir sind nicht wie ihr.“ Der Verteidiger leistete Erste Hilfe und brachte den Verwundeten in ein Krankenhaus.
„Der Grausamkeit des Aggressors Menschlichkeit entgegenzusetzen – das ist es, was ein Volk der Zukunft würdig macht und seinen Glauben an diese Zukunft eröffnet. Denn die Zukunft gehört nicht den Aggressoren und Kriminellen – die Zukunft gehört den Friedensstiftern“, betonte der Prediger.
Das Wunder der barmherzigen Liebe
„Nicht nur die riesige Anzahl der gesammelten Rosenkränze hat uns tief bewegt, sondern auch die zahlreichen Worte der Ermutigung und die Zusicherung des Gebets für unsere Verteidiger, die viele von Ihnen den Paketen beigelegt haben“, sagte der Bischof. Er berichtete davon, wie die von den Zuhörern gesammelten Spenden, die den Paketen mit den Rosenkränzen beilagen, zu einer konkreten Hilfe für eine bestimmte Familie wurden. Es handelt sich um eine Familie, die er seit 2016 begleitet: Ein an der Front verwundeter Veteran und seine Frau erziehen gemeinsam drei Kinder, darunter Tochter Evelina, die seit ihrer Geburt an einer schweren Krankheit leidet und eine kostenintensive Rehabilitation benötigt.
Als die ehrenamtlichen Helfer von Radio „Horeb“ und der Bischof die Spenden zählten, entsprach die gesammelte Summe exakt den Kosten für Evelinas nächsten Rehabilitationskurs.
„Ein kleines Wunder. Ja, genau so – ein Wunder der tätigen und barmherzigen Liebe. Das ist kein Zufall“, sagte Bischof Bohdan.
Das Unbefleckte Herz Mariens und der Ruf zur Heiligkeit
Ausgehend vom Beispiel des Apostels Barnabas, dessen Gedenktag an diesem Tag begangen wird, sowie der Gottesmutter, erklärte Bischof Bohdan, dass Gott seine großen Taten durch menschliche Herzen und Hände wirke: „Gott vollbringt seine großen Werke nicht auf magische Weise, sondern durch Herzen, die von lebendigem Glauben erfüllt sind, und durch Hände, die sich den Mitmenschen in Solidarität und barmherziger Liebe entgegenstrecken. Ein solches Herz schlug in der Brust des Apostels Barnabas. Das Unbefleckte Herz Mariens war ebenfalls von einem solchen Glauben und einer solchen Liebe zu Gott erfüllt“, so der Bischof.
Der Bischof erinnerte an die Verheißung der Gottesmutter über den Triumph ihres Unbefleckten Herzens am Ende der Zeiten der Drangsal und rief die Gläubigen dazu auf, die Reinheit ihres eigenen Herzens zu bewahren. Maria, so der Prediger, eile als liebende Mutter ihren Kindern zu Hilfe und wende sich als Lehrerin der Heiligkeit mit den Worten von der Hochzeit zu Kana an uns: „Tut alles, was er euch sagt.“
„Wenn wir offen bleiben für Gottes Botschaft der barmherzigen Liebe, beharrlich im Gebet und unerschütterlich in unserem Vertrauen auf unseren Himmlischen Vater, dann wird der Friede Gottes in unseren Herzen, in unseren Familien und unter allen Völkern ruhen. Dann wird Gott auch unser gemeinsames europäisches Haus mit seinem gerechten und dauerhaften Frieden segnen“, schloss Bischof Bohdan seine Predigt.
Nach der Liturgie dankte der Bischof allen Anwesenden für die Solidarität und Unterstützung des ukrainischen Volkes und sagte: „Mein Wunsch ist es, wieder zu Ihnen zurückzukehren und gemeinsam nicht nur für den Frieden zu beten, sondern auch für ihn zu danken.“



















