Bischof Bohdan: „Die Heilige Kirche lädt uns heute zur Teilnahme am Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ein“

5. Januar 2026

Am 5. Januar 2026, nach der Großen Komplet am Vorabend des Festes der Erscheinung des Herrn, betonte Bischof Bohdan in seinem geistlichen Wort die tiefe spirituelle Bedeutung der Jordanfeste als Fortsetzung der weihnachtlichen Freude und als besondere Einladung zur Teilnahme am Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Bischof Bohdan: „Die Heilige Kirche lädt uns heute zur Teilnahme am Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ein“

Im Vergleich zwischen dem Heiligen Abend von Weihnachten und dem Vorabendmahl vor dem Jordanfest wies der Bischof darauf hin, dass das familiäre Feiern in diesen Tagen eine übernatürliche Dimension annimmt: „Schon  damals haben wir unsere Zugehörigkeit zu jener Heiligen Familie gespürt. Durch ihre Gegenwart und durch das Gebet zu ihnen wurden auch wir geheiligt, und wir haben erfahren, dass unsere Familie ebenfalls zu einer heiligeren Familie Gottes wird.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Bischof Bohdan der theologischen Tiefe des Festes der Erscheinung des Herrn und unterstrich, dass die Taufe Jesu im Jordan die vollkommenste Offenbarung Gottes an den Menschen darstellt: „Gerade am Jordan ereignete sich die größte Offenbarung Gottes — des einen Gottes in der Heiligen Dreifaltigkeit. Gottes, der die Liebe von drei Personen untereinander ist und der uns einlädt, an diesem göttlichen, ewigen Leben teilzuhaben.“

Der Hierarch hob die symbolische Bedeutung des geweihten Wassers hervor, das zum Zeichen der Gnade Gottes und seiner heilenden Liebe wird: „Möge dieses Wasser für uns eine Erinnerung an die unermesslichen und unendlichen Ströme der göttlichen Gnade sein, mit denen der Herrgott unsere Menschheit reinigt, unser Volk wäscht und unsere Seelen und Herzen erneuert.“

In seinem Wort rief Bischof Bohdan auch zu einem besonderen Gebet für die Ukraine und alle auf, die unter dem Krieg leiden. Er gedachte der Verteidigerinnen und Verteidiger an der Front, der Gefangenen, der deportierten Kinder sowie der Menschen in den besetzten Gebieten: „Mit menschlichen Schicksalen darf man nicht handeln, denn das ist ein schweres Verbrechen und eine große Sünde gegen die Gerechtigkeit sowie gegen das göttliche und menschliche Gesetz.“

Zum Abschluss äußerte der Bischof den Wunsch, dass alle Leidenden die Unterstützung des Gebets und die Kraft der Liebe Gottes erfahren mögen: „Mögen sie heute alle die Wärme der göttlichen Gnade spüren, mögen sie die Kraft unserer Liebe erfahren und in der Hoffnung gestärkt werden auf den Sieg des Guten und des Lichtes über die Finsternis der Aggression, des Hasses und des Todes.

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