Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh an die Ukrainer in Düsseldorf: über die Kraft des Glaubens, beharrliches Gebet und die Hoffnung auf den Sieg
26. Januar 2026
Am 24. Januar 2026 leitete Seine Hochwürdigste Exzellenz Bischof Dr. Bohdan Dzyurakh in Düsseldorf, in der Pfarrei Aller Heiligen des ukrainischen Volkes, die bischöfliche Göttliche Liturgie. In seiner Predigt wandte sich der Hierarch an die Ukrainer in einer Zeit der Prüfungen und betonte die Kraft des Glaubens, des Gebets und des inneren geistlichen Kampfes.

Indem er über den Schmerz und das Leid sprach, das das ukrainische Volk infolge des Krieges erfährt, hob der Bischof hervor, dass gerade der Glaube zur Quelle der Unbeugsamkeit geworden ist: „Inmitten dieser Aggression, inmitten dieser rücksichtslosen Gewalt, die der Feind in unser Land trägt, erheben wir unsere Hände zum Himmel und erfüllen unsere Herzen mit Gebet, um unseren Glauben zu erneuern.“
Bischof Bohdan unterstrich, dass der Feind, der beabsichtigte, die Ukraine innerhalb weniger Stunden zu vernichten, vor den Augen der ganzen Welt eine Niederlage erleidet, denn die Ukrainer bewahren das Wichtigste – den Glauben:„Denn das ist die Garantie unseres Sieges“, sagte der Prediger und verwies auf die Worte des heiligen Johannes des Evangelisten: „Und dies ist der Sieg, der die Welt besiegt hat – euer Glaube“ (1 Joh 5,4).
In seinen Betrachtungen über das Evangeliumsgleichnis von der beharrlichen Witwe und dem ungerechten Richter (Lk 18,2–8) rief der Apostolische Exarch die Gläubigen dazu auf, sich nicht ausschließlich auf menschliche Kräfte und Institutionen zu verlassen, sondern sich vertrauensvoll und ausdauernd an Gott zu wenden: „Ihr habt eine größere Kraft und Hoffnung, denn ihr glaubt an Gott, der nicht ungerecht ist, sondern ein liebender und barmherziger Vater.“
Besondere Aufmerksamkeit widmete der Bischof dem Thema des geistlichen Kampfes und erinnerte daran, dass der wahre Feind oft näher ist, als es scheint: „Der Feind ist in unserem Leben, in unserem Haus, in unserem Herzen. Der Feind ist der Teufel, der versucht, uns zu verurteilen.“
Im Kontext der Weihnachtszeit betonte Bischof Bohdan, dass Weihnachten nicht nur eine Tradition ist, sondern die Feier des Heils, das Gott dem Menschen schenkt:„Weihnachten ist die Feier unseres Heils, das zu uns vom Himmel gekommen ist. Gott sendet uns einen Beschützer und Erlöser.“
Zum Abschluss der Predigt rief der Hierarch zu beharrlichem Gebet für die Ukraine, für das Volk und für die persönliche geistliche Erneuerung jedes Einzelnen auf: „Lasst uns vertrauensvoll und ausdauernd beten, damit diese Gabe Gottes in unserem Leben heilbringend wirke. Dann wird sich die Verheißung erfüllen: ‚Und dies ist der Sieg, der die Welt besiegt hat – euer Glaube.’“
Nach der bischöflichen Göttlichen Liturgie fand die Veranstaltung „Weihnachtliche Rozkoliada – Melodie der Einheit“ statt, an der Chöre aus benachbarten ukrainischen Gemeinden aus Köln, Kassel, Offenbach und Aachen teilnahmen, ebenso der deutsche Chor der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sowie der örtliche Pfarrchor. Sie erfüllten die Kirche und die Pfarrgemeinde mit der Freude des Weihnachtsliedes, des Gebets und der Hoffnung.
























