Bischofssynode der UGKK hat begonnen
1. Juli 2026
Am 30. Juni, dem liturgischen Gedenktag der Synaxis der zwölf Apostel, begann die Bischofssynode der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Die Eröffnung startete traditionell mit einem Moleben zum Heiligen Geist, woraufhin die Teilnehmer den synodalen Eid ablegten und das Heilige Evangelium in den Sitzungssaal trugen, wo in den folgenden Tagen die Arbeitssitzungen stattfinden werden. Nachfolgend fassen wir die wesentlichen Ereignisse und Themen der Eröffnung zusammen.

Vor dem Beginn des Gebets verlas der Sekretär der Bischofssynode der UGKK, Bischof Andrii Khimiak, das Dekret des Oberhaupts der UGKK, Seiner Seligkeit Sviatoslav Shevchuk, zur Einberufung der Bischofssynode. Während des Molebens baten die Bischöfe um den Beistand des Heiligen Geistes für die synodale Arbeit.
Nach dem Gottesdienst legten alle Mitglieder der Bischofssynode sowie die Priester, Seminaristen und Laien, die während der Synode sekretarielle, informationelle und organisatorische Aufgaben übernehmen, den synodalen Eid ab. Sie verpflichteten sich zur gewissenhaften Ausübung ihres Dienstes und zur Verschwiegenheit bezüglich des Verlaufs der Synodalsitzungen.
Anschließend wurde das Heilige Evangelium in einer Prozession vom Tempel in den Sitzungssaal getragen, was die Gegenwart des Wortes Gottes im Zentrum der synodalen Beratungen und Entscheidungen symbolisiert. Traditionell nehmen daran die jüngsten Bischöfe nach ihrer Bischofsweihe teil. In diesem Jahr trug Bischof Ihor Rantsya, Bischof des Bistums Hl. Volodymyr der Große in Paris, die brennende Kerze, während das Heilige Evangelium von Bischof Mariusz Dmyterko, Weihbischof des Bistums Breslau-Koszalin, und Bischof Mykhailo Smolinskyi, Bischof des Bistums Saskatoon, getragen wurde.
Das Einbringen des Evangeliums in den Sitzungssaal markierte den Beginn der Arbeitssitzungen. Seine Seligkeit Sviatoslav Shevchuk wandte sich an die Anwesenden, insbesondere an den Apostolischen Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, der zusammen mit seinem Sekretär an der Eröffnungsfeier teilnahm.
„Dies ist ein besonderer geistlicher Moment im Leben unserer Kirche. Ich danke sehr allen Anwesenden für ihr Kommen zu dieser Session unserer Synode. Alles, was wir tun, tun wir in voller und sichtbarer Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Apostels Petrus unserer Tage, Papst Leo XIV. Daher danke ich besonders dafür, dass der Apostolische Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, mit seinem Sekretär an dieser feierlichen Eröffnung der Synode teilgenommen hat. Die Apostolische Nuntiatur ist heute mit uns“, sagte das Oberhaupt der UGKK.
Zudem wies er auf den Tagungsort hin: „Wir befinden uns im Haus Mariens. Zarvanytsia ist ein Ort, an dem uns die Gottesmutter in ihrem Haus empfängt. Gehen wir also unter ihrem Schutz voran!“
Das Hauptthema der Bischofssynode der UGKK 2026 lautet „Die Pastoral der Berufungen zum Priestertum und Ordensleben“. Während der Plenarsitzungen analysieren die Bischöfe den aktuellen Stand der Berufungen in verschiedenen Teilen der Welt. Sie erörtern die Erfahrungen der einzelnen Eparchien und suchen nach gemeinsamen Antworten auf die Herausforderungen, vor denen die Kirche infolge des Krieges, der Migration und des gesellschaftlichen Wandels steht.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Schaffung eines Umfelds, in dem junge Menschen die Stimme Gottes hören, ihre Berufung erkennen und auf ihrem Weg zum Priestertum oder geweihten Leben eine angemessene geistliche Begleitung erhalten können.









