„Das Licht der Wahrheit, der Liebe und des Friedens“ – Weihnachtspredigt von Bischof Bohdan in München

25. Dezember 2025

Am Hochfest der Geburt Christi, dem 25. Dezember 2025, versammelte sich in der Kathedralkirche Maria Schutz in München eine große ukrainische Gemeinde zur bischöflichen Göttlichen Liturgie, der Bischof Bohdan, Apostolischer Exarch für die Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, vorstand.

„Das Licht der Wahrheit, der Liebe und des Friedens“ – Weihnachtspredigt von Bischof Bohdan in München

In seiner Weihnachtspredigt richtete der Hierarch den Blick auf das Symbol des Lichtes, das „in der Höhle von Bethlehem aufgeleuchtet ist“ und bis heute ein lebensspendender Orientierungspunkt für die Menschheit bleibt. Der Bischof erinnerte an die Worte des Propheten Jesaja, die sich in der Geburt Christi erfüllt haben: „Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht. Über denen, die im Land der Todesschatten wohnen, leuchtet ein Licht auf – denn Gott ist mit uns!

In der Betrachtung der Natur dieses Lichtes betonte Bischof Bohdan, dass es vor allem das Licht der Wahrheit ist, das dem Menschen den Weg der göttlichen Wahrheit und des Lebens eröffnet: „Licht bedeutet Wahrheit im Gegensatz zur Finsternis von Lüge und Unwissenheit. Es schenkt Klarheit und weist den Weg.“

Der Hierarch zog eine Parallele zwischen der Offenheit der Hirten und der Weisen aus dem Osten und der geistlichen Blindheit des Herodes sowie der Jerusalemer Führungsschicht. Er unterstrich, dass die Finsternis von Machtstreben, Neid und Angst unfähig ist, das göttliche Licht anzunehmen. Diese Gedanken erhielten besondere Aktualität im Licht der heutigen Prüfungen des ukrainischen Volkes: „Der heutige Herodes, der sich gegen das Leben unseres Volkes erhoben hat, hat ebenfalls das göttliche Licht der Wahrheit verworfen. Wir beten, dass das Licht Gottes diese höllische Finsternis besiegt.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt war das Licht der Liebe, das Christus in die Welt bringt. In diesem Zusammenhang hob der Bischof die Unerschütterlichkeit der Liebe des ukrainischen Volkes selbst in Zeiten des Krieges hervor: „Die Finsternis hat sich über das ukrainische Land gelegt, doch sie vermag das Licht der Liebe nicht zu verschlingen, das im Herzen des ukrainischen Volkes brennt. Heute gedenken wir mit Dankbarkeit jener, die von dieser göttlichen Liebe so sehr erfüllt sind, dass sie bereit sind, ihr Leben für ihre Nächsten, für uns alle, hinzugeben.“

In der Folge rief Bischof Bohdan dazu auf, die ukrainischen Verteidiger durch Gebet und gute Werke zu unterstützen, und betonte, dass gerade in dieser Liebe – und nicht in den „Abmachungen der Mächtigen dieser Welt“ – die wahre Hoffnung auf den Sieg liegt.

Das abschließende Thema der Predigt war das Licht des Friedens, das der neugeborene Christus – der Fürst des Friedens – in die Welt bringt: „Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens!“
Der Bischof erinnerte daran, dass wir diesen Frieden in den Sakramenten der Kirche, besonders in der Eucharistie und im Gebet, erfahren, ebenso wie dann, wenn wir für die Umkehr auch jener beten, die „nicht Frieden, sondern Angst, Hass und Zerstörung um sich säen
“.

Nach der bischöflichen Göttlichen Liturgie erfreuten sich die zahlreich versammelten Gläubigen an der weihnachtlichen Freude und am Gesang der Weihnachtslieder, vorgetragen vom Oktett „Theophoros“ der Lwiwer Geistlichen Seminar des Heiligen Geistes.

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