„Für die Zukunft Europas stehen wir an der Seite der Ukraine!“

28. Februar 2026

Am 24. Februar 2026 fand in Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) unter dem Motto „Für die Zukunft Europas stehen wir an der Seite der Ukraine!“ eine Gedenkkundgebung statt, an der über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen. Die Veranstaltung war ein Ausdruck der Solidarität mit der Ukraine am Jahrestag der großangelegten russischen Invasion und eine Erinnerung an die gemeinsame Verantwortung für Frieden und Sicherheit in Europa.

„Für die Zukunft Europas stehen wir an der Seite der Ukraine!“

Der Kundgebung ging ein Trauermarsch durch die zentralen Straßen der Stadt voraus. Die Teilnehmenden trugen kleine Lichter des Gedenkens sowie Plakate mit fotografischen Beweisen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die in der Ukraine begangen wurden. Der Marsch war ein stilles, aber eindringliches Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Krieges.

Während der gesamten Veranstaltung befand sich neben der Bühne ein Zelt mit der Aufschrift „PUNKT DER UNBEUGSAMKEIT“. Dort konnten sich Besucherinnen und Besucher darüber informieren, wie Ukrainerinnen und Ukrainer in Hochhäusern ohne Strom sowie in teilweise oder vollständig zerstörten Häusern überleben, wie sie provisorische Wärme-, Unterstützungs- und Hilfspunkte einrichten und sich gegenseitig beistehen.

Die ukrainische Gemeinschaft wurde von Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Behörden sowie verschiedener nationaler Gemeinschaften unterstützt:

Nach dem Marsch hielten die Gäste sowie die Organisatorin und Moderatorin der Veranstaltung – die Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Freiburg, Oksana Vyhovska – kurze Ansprachen zur Unterstützung der Ukraine. Sie betonten die Bedeutung der europäischen Einheit, des Schutzes demokratischer Werte und der Unzulässigkeit von Verletzungen des Völkerrechts.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Mitwirkung von Jurij Fedynskyі – Musiker, Sänger, Forscher und Meister traditioneller Musikinstrumente sowie einer der bedeutendsten zeitgenössischen Vertreter der Kobzar-Tradition. Seit vielen Jahren widmet er sich der Erforschung authentischer ukrainischer Musik, insbesondere des alten epischen Gesangs, geistlicher Lieder und Volksballaden.

Am 25. Februar, einen Tag nach der Kundgebung, fand in der Kirche St. Martin in Freiburg ein Totengedenken für die infolge der russischen Invasion in der Ukraine Getöteten statt, das von Pfr. Roman Kotsur zelebriert wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst führte Jurij Fedynskyj eine künstlerische Begegnung für die Bewohnerinnen und Bewohner Freiburgs und der umliegenden Städte durch.

Für die Zuhörenden erklangen Kobsa, Bandura und Torban. Vorgetragen wurden alte ukrainische Psalmen und Kantaten sowie barocke Texte von Iwan Masepa und Hryhorij Skoworoda, die seit Jahrhunderten zu Einheit, gegenseitiger Unterstützung und einem tugendhaften Leben aufrufen. Musik und Wort wurden zu einer geistigen Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und erinnerten an die Tiefe der ukrainischen Kulturtradition und ihre europäischen Wurzeln.

Die Veranstaltung in Freiburg bezeugte: Die Solidarität mit der Ukraine bleibt lebendig und wirksam, und die gemeinsamen Werte von Freiheit, Würde und Frieden verbinden die Völker Europas angesichts der heutigen Herausforderungen.

Mitgeteilt von: Viktoriia Skliarova, Dozentin für Journalistik, Ukrainische Samstagsschule Freiburg (Baden-Württemberg)

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