35 Jahre Solidarität mit der Ukraine: Hilfsorganisation „Hilfe für die Ukraine“ aus Weißenburg feiert Jubiläum
22. September 2026
Am 19. September feierte der Förderverein „Hilfe für die Ukraine“ Weißenburg sein 35-jähriges Bestehen. Die Festveranstaltung bot Anlass, auf die Geschichte der Organisation zurückzublicken, den langjährigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Freunden sowie Partnern zu danken und die fortbestehende Solidarität mit der Ukraine zu bekräftigen.

An der Veranstaltung nahm Bischof Bohdan Dzyurakh teil. Er sprach den Mitgliedern der Hilfsorganisation seinen Dank für die langjährige Solidarität, die Unterstützung der Ukraine sowie für die Hilfe für die ukrainische Gemeinschaft in Deutschland aus und wünschte allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Organisation Gottes Segen, Kraft und Ausdauer für den weiteren Dienst an den Mitmenschen.
In der Urkunde, die der Organisation anlässlich des 35-jährigen Jubiläums überreicht wurde, heißt es unter anderem: „Mit großer Dankbarkeit und aufrichtiger Anerkennung würdigen wir Ihre langjährige und aufopferungsvolle Arbeit für die Menschen in der Ukraine und die ukrainische Gemeinschaft in Deutschland. Seit bereits 35 Jahren ist Ihr Hilfsverein ein Beispiel lebendiger christlicher Nächstenliebe und treuer Solidarität. Aus der Hilfe für die vom Reaktorunglück in Tschornobyl betroffenen Menschen ist eine dauerhafte Verbundenheit mit der Ukraine gewachsen, die bis heute vielfältigen Ausdruck findet. Besonders in den schweren Zeiten des gegenwärtigen russischen Krieges gegen die Ukraine ist Ihre Unterstützung zu einem wertvollen Zeichen der Hoffnung und der brüderlichen Einheit geworden.“
Musikalisch gestaltet wurde der Abend unter anderem durch den Auftritt des ukrainischen Vokalensembles „Ladies' aus Lwiw“.
Der Förderverein „Hilfe für die Ukraine“ wurde im Frühjahr 1991, fünf Jahre nach der Katastrophe von Tschornobyl, gegründet. Damals entstand im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die Initiative, von den Folgen des Reaktorunglücks betroffene Kinder aus der Ukraine zur Erholung aufzunehmen.
Nach dem Beginn der großangelegten russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 wurde die Tätigkeit der Organisation erheblich ausgeweitet. Humanitäre Hilfsgüter wurden unter anderem nach Lwiw, Riwne, Ostroh, Schepetiwka, Charkiw, Tschernihiw und Kyjiw transportiert. Zugleich unterstützt der Verein direkt Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Weißenburg Zuflucht gefunden haben. Die Ehrenamtlichen helfen bei Arztbesuchen, der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsplätzen, der Antragstellung und beim Behördenkontakt. Für Kinder werden Veranstaltungen und Unterstützung angeboten, unter anderem mit Mitwirkung der Psychologin Vira Kozlynska.
Heute steht der Förderverein „Hilfe für die Ukraine“ Weißenburg unter der Leitung von Melitta Heuberger. Seit Juni 2024 verfügt die Organisation über eine eigene zentrale Anlaufstelle in der Nördlichen Ringstraße 16 in Weißenburg.





